Wie man selbst Vanilleextrakt herstellt

Wie man selbst Vanilleextrakt herstellt

Ich hatte eigentlich vor nur einmal wöchentlich zu bloggen, aber ich bin gerade so begeistert, dass ich das Vorhaben mal kurzerhand ignoriere und einfach mal was poste. Grund Nr. 1 ist Anna vom Blog Teigliebe, die fragt, was unser Lieblingsgewürz ist. Da fiel mir gleich Vanille ein. Vanille wird einfach in jedem Rezept verwendet, OK, vielleicht stimmt das nicht ganz, aber in vielen Rezepten wird sie eingesetzt. Hier in Deutschland oft in Form von Vanillezucker, in USA ist es eher normal Vanilleextrakt einzusetzen. Wie man selbst Vanilleextrakt herstellt

Warum mich das so begeistert endlich zu wissen wie man selbst Vanilleextrakt herstellt? Weil gefühlt jedes einzelne amerikanische Rezept Vanilleextrakt verlangt. Man braucht auch nur zwei Zutaten: 1. hochprozentigen Alkohol, mindestens 35% und Vanilleschoten. Du glaubst mir nicht? Schau dir mal die Zutatenliste von Vanilleextrakt an, jawoll, Alkohol ist Zutat Nr.1 und dann liest man diese ganzen künstlichen Aromen eher mit gerunzelter Stirn. Ich zumindest.

Wie man selbst Vanilleextrakt herstelltNatürlich könnte ich auch eine Vanilleschote ausschaben und ganz natürlich Vanillegeschmack in meinen Kuchen erhalten. Aber wer sich auch nur ein bisschen mit dem Thema befasst, weiß, dass Vanilleschoten rar sind und immer teurer werden. Dann lieber konservieren und viel, viel mehr Kuchen, Cupcakes und Cookies damit machen können, als wenn ich jedes Mal eine neue Vanilleschote ausschabe. Sorry. Ich zumindest werde weder Vanillezucker noch Vanilleextrakt kaufen. Bei mir gibt es ab jetzt nur noch selbstgemachtes Vanilleextrakt.

Und los geht’s:

Ursprung: Handle the heat (auf Englisch)

Wie man selbst Vanilleextrakt herstellt

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Serves: 1 Flasche a 500ml
Cooking Time: 5 min

Ingredients

  • 500ml Rum oder Wodka ohne Geschmack
  • 8 Vanilleschoten

Instructions

1

Die Vanilleschoten längs aufschneiden und so aufgeschnitten komplett in eine sterilisierte Flasche mit Verschluss füllen.

2

Alkohol einfüllen und gut durchschütteln, mindestens zwei Wochen stehen lassen bis die Flüssigkeit wie Rubinstein (siehe Fotos) aussieht.

3

Geschmacklich sollte man mindestens sechs Wochen warten. Durch den Alkohol muss man nichts im Kühlschrank aufbewahren und kann einfach Alkohol und Schoten nach Bedarf nachfüllen.

Notes

Die Flasche kann man immer wieder nachfüllen und somit über Jahre hinweg behalten. Immer, wenn man Alkohol nachfüllt, auch eine aufgeschnittene Vanilleschote dazugeben. Pro 100ml ca. eine Vanilleschote. Ich mag Rum lieber als Wodka, geschmacklich wird das Extrakt dadurch süßer.

Wie man selbst Vanilleextrakt herstelltHerzliche Grüße aus dem verregneten Hamburg,

Jenny

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8 Kommentare

  • Antworten
    Natalie
    Donnerstag, der 15. Februar 2018 at 22:24

    Liebe Jenny,

    tolles Rezept, das werde ich definitiv bald mal ausprobieren, Vanilleextrakt ist nämlich grundsätzlich etwas, das ich irgendwie NIE zu Hause habe.

    Liebste Grüße
    Natalie

    • Antworten
      Jenny
      Freitag, der 16. Februar 2018 at 06:56

      Super, es ist wirklich einfach herzustellen!

  • Antworten
    Paul C.
    Montag, der 4. Mai 2020 at 14:59

    Hola Jenny,

    super Rezept, und ganz einfach mit nur zwei Zutaten. Werde ich bald ausprobieren.

    Lebe Grüße.
    Paul

    • Antworten
      Jenny
      Montag, der 4. Mai 2020 at 15:00

      Mach das unbedingt!

  • Antworten
    Dario
    Donnerstag, der 10. September 2020 at 14:54

    Vanillezucker und Vanilleextrakt sind, so wie ich anhand deines Rezeptes verstehe, zwei komplett unterschiedliche Zutaten, daher ist es ja völlig logisch dass ein Rezept jeweils anders schmeckt, je nachdem was man verwendet. Aber zu sagen Vanilleextrakt ist besser wie Vanillezucker ist völliger Quatsch. Das ist als würde ich sagen Tomatensuppe schmeckt besser mit Salz als mit Maggi. Das mag Subjektiv sein, aber nicht jeder mag Maggi. Wenn Vanilleextrakt also zu 90% aus Alkohol besteht, fallen schon mal Kinder und Schwangere weg. Je nach Menge könnte ich mir sogar vorstellen dass Alkoholiker und solche mit Leberschäden auch solches Gebäck meiden sollten. Und dann noch alle Personen welche den Alkoholgeschmack nicht mögen.

    Mein Fazit. Vanilleextrakt schmeckt bestimmt gut, und dein Rezept ist wirklich gut und einfach, aber ich würde jetzt nicht grundsätzlich Vanillezucker damit ersetzen, Vor allem wenn ich z.B. für Gäste backe.

    • Antworten
      Jenny
      Freitag, der 11. September 2020 at 03:19

      Lieber Dario,
      ich habe deinen Kommentar zum Anlass genommen meinen Beitrag nochmal zu überarbeiten und einiges geändert.
      Es gibt zwei Punkte, die ich klarstellen möchte.
      Punkt 1: Ja, Vanillezucker und Vanilleextrakt sind genauso verschiedene Produkte wie ein Zucker, der mit Kaffee zugesetzt wurde oder Kaffeeextrakt. Aber zu behaupten, dass Vanillinzucker natürlicher sei als Vanilleextrakt, ist schlicht falsch. Selbstgemachter Vanillezucker hat, wie du schreibst, tatsächlich den Vorteil, dass hier kein Alkohol zugesetzt wird und für Kinder und Schwangere geeignet ist. Aber dafür ist der Nachteil, dass dadurch alles Gebäck süßer wird, weil man nunmal weiteren Zucker hinzugibt. Aber, und jetzt kommt mein großes Aber, Vanillinzucker, wie er in Supermärkten angeboten wird, ist eben nicht natürlich (schon der Name deutet darauf hin, Vanillin ist nicht gleich Vanille). Wenn man selbstgemachten Vanillezucker verwendet, ist das was anderes. Aber im Supermarkt gekaufter Vanillinzucker ist meiner Ansicht nach weiterhin nicht so toll und definitiv nicht natürlich. Es macht geschmacklich einen Unterschied, wenn man stattdessen selbstgemachten Vanilleextrakt verwendet. Denn, und das wüsste ich ganz gerne von dir: hast du es denn selbst mal ausprobiert? Hast du mal das gleiche Rezept mit gekauften Vanillinzucker gemacht und im Anschluss mit selbstgemachten Vanilleextrakt? Hier behaupte ich weiterhin, dass es mir, und das ist natürlich meine eigene Meinung, mit selbstgemachten Vanillextrakt besser schmeckt und nein, das ist nicht Maggi, eher umgedreht, mit Vanillinzucker wäre es Maggi! Sicherlich gäbe es noch eine Steigerung, wenn man eine Vanilleschote ausschabt und zum Teig hinzugibt, aber wenn du dir mal die Preise anschaust, wirst du verstehen, warum ich das versuche weitesgehend zu vermeiden.

      Mein zweiter Punkt betrifft einen kulturellen Unterschied. Ich weiß, dass man hier in Deutschland fast ausschließlich Vanillinzucker verwendet. In den USA wiederum fast ausschließlich Vanilleextrakt. Ich bin mir sicher, dass sich viele amerikanische Bäcker überhaupt nicht bewusst sind, dass Vanillextrakt Alkohol enthält und sich seit Jahrzehnten reihenweise Kinder und Schwangere an den gebackenen Sachen gütlich tun, die eine kleine Menge Alkohl enthalten. Fast alle Rezepte verwenden einen Teelöffel Vanilleextrakt auf einen ganzen Kuchen. Das ist eine so kleine Menge, dass man wohl kaum den Alkoholgeschmack herausschmeckt oder sich in die Richtung Sorgen machen muss. Nun fragt man sich, warum wird Vanilleextrakt hier dann so verteufelt?

      Grüße,
      Jenny

      • Antworten
        Dario
        Freitag, der 11. September 2020 at 07:37

        Danke für deine Antwort Jenny.
        Bei Vanillezucker meinte ich natürlich den selbstgemachten und nicht dieser aus der Tüte, welcher wie du richtig sagst, mit richtiger Vanille gar nichts gemeinsam hat.
        Zu deiner Frage ob ich den Unterschied bereits mal selbst ausprobiert habe zwischen Vanillezucker und Vanilleextrakt, ist meine Antwort, nein noch nicht. Bis zu dem Zeitpunkt wo ich deinen Beitrag gelesen habe, wusste ich nicht mal woraus Vanilleextrakt besteht. Das erste mal wo ich überhaupt mit Vanilleextrakt in Berührung kam, war 2019 bei meinem Mexiko Urlaub. Dort kann man es an jeder Ecke als Souvenir kaufen.
        Weshalb man hier bei uns Vanilleextrakt nicht kennt, kann ich dir leider auch nicht beantworten, aber das ist ähnlich wie bei “Brown Sugar”, diesen kennt hier auch praktisch niemand. Wir Europäer verstehen unter braunem Zucker den Rohrzucker, und nicht wie in den USA und Canada, den mit Melasse versetzten Zucker.

        • Antworten
          Jenny
          Freitag, der 11. September 2020 at 09:41

          Hallo Dario, OK. Probiere es doch mal aus, ich wäre sehr gespannt zu hören wie du die Ergebnisse beurteilst. Grüße, Jenny

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