Kokostorte aus Venezuela: Bienmesabe

Bienmesabe aus Venezuela

Diese Kokostorte aus Venezuela wird aus gutem Grund „bienmesabe“ (schmeckt mir gut) genannt. Für alle, die gerne Kokosnuss mögen, ist diese Torte der absolute Traum. Auf Kokosbiskuit kommt eine Kokoscreme und außen eine dünne Schicht Baiser, die mit getosteten Kokosflocken eingedeckt wird, wenn das nicht Kokosliebe pur ist, dann weiß ich auch nicht.

Bienmesabe, Kokostorte aus VenezuelaBienmesabe ist übrigens auch in Spanien bekannt, hier jedoch als Mandelcreme. Auch in Puerto Rico und Panama ähneln sie eher der spanischen Variante, da es sich hierbei immer um eine Art Dessert handelt. Wie die Venezolaner dazu kamen ihre Kokostorte „schmeckt mir gut“ zu nennen, weiß ich nicht, aber DASS sie gut schmeckt, ist sowieso klar.  Normalerweise kommt bienmesabe aus Venezuela in Blechform daher. Das heißt man hat eine Schicht Biskuit, auf den dann die Kokoscreme verteilt wird und obenauf kommt Baiser mit getoasteten Kokosflocken. Ich entschied mich für die Tortenform, zumal dieses Gericht aus meiner Sicht mehr Beachtung finden sollte als es bisher bekommen hat. Eine Torte macht da optisch einfach nochmal mehr her als ein Blechkuchen.

Bienmesabe, Kokostorte aus Venezuela

Bis auf das Baiser lassen sich alle Komponenten der Torte gut ein, bis zwei Tage im Voraus zubereiten. Dazu immer gut verpackt und gekühlt lagern. Aber diese Torte ist auf jeden Fall ein ganzes Stück Arbeit, da sie insgesamt vier Komponenten enthält (Kokosbiskuit, Kokoscreme, Läuterzucker und Baisermantel). Von der Optik her kann man die Torte auch einfach nur mit Baiser einstreichen und etwas flambieren. Das hatte ich auch kurz überlegt, mich dann jedoch dagegen entschieden, da ich noch etwas „Crunch“ haben wollten zu den vielen eher weichen Komponenten. Natürlich kann man die Torte auch alkoholfrei zubereiten. Ich freue mich wie immer über Rückmeldungen und stehe gerne bei Fragen zur Verfügung. Dazu gerne einen Kommentar hinterlassen.

Bienmesabe, eine Kokostorte aus Venezuela

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Serves: Eine 18-20 cm ∅ Springform
Prep Time: 1 1/2hr Cooking Time: 30min Total Time: 2hr

Diese Kokostorte enthält Kokosbikuitböden, eine Kokosfüllung und einen Baisermantel. Sie macht einiges an Arbeit, kann aber super im Voraus zubereitet werden.

Ingredients

  • Kokosnussfüllung
  • 1l Kokosnussmilch
  • 200g weißer Zucker
  • 4 Eigelb
  • 55g Speisestärke
  • 45g Mehl, Type 405
  • 1 TL Vanillextrakt
  • 80g Butter

  • Biskuitböden
  • 130g Butter
  • 6 gute Eier
  • 200g weißer Zucker
  • 100g Mehl
  • 40g Kokosflocken
  • 35g Speisestärke
  • 1 TL Vanilleextrakt

  • Läuterzucker
  • 75g Wasser
  • 75g Zucker
  • 60g Rum (kann weggelassen werden)

  • Außencreme
  • 150g Kokosflocken
  • 4 Eiweiß
  • 100g weißer Zucker

Instructions

1

Bis auf das Baiser kann man alle Komponenten im Voraus zubereiten. Dazu immer gut verpackt und gekühlt lagern. Für die Kokosnussfüllung 875g Kokosmilch mit dem Zucker in einem großen Topf erwärmen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vom Herd ziehen. Derweil in einer separaten Schüssel die restliche Kokosmilch zusammen mit den Eigelb (Eiweiß brauchen wir später), Speisestärke und Mehl per Schneebesen glatt verrühren. Dann die Eier temperieren, was bedeutet, dass man löffelweise nach und nach von der warmen Milch etwas in die Eiermasse rührt. Wenn man ca. die Hälfte der Milch in die Eier eingerührt hat, alles wieder zurück in den Topf gießen, wieder auf den Herd geben und unter Rühren auf mittlerer Hitze so lange erwärmen bis die Masse dicklich wird. Das dauert ein paar Minuten. Sobald die Masse dicklich ist, mindestens eine Minute auf mittlerer Hitze rühren. Am Ende Vanilleextrakt und Butter einrühren bis diese geschmolzen ist. Dann direkt auf die Oberfläche Frischhaltefolie legen, sodass sich keine Haut bildet und bei Raumtemperatur stehen lassen. Wenn man die Füllung im Voraus zubereitet, kann man sie über Nacht bei Raumtemperatur stehen lassen. Wenn man jedoch ein, zwei Tage später weitermacht, lieber im Kühlschrank kühlen.

2

Für die Biskuitböden die Böden von zwei 18-20cm Springformen mit Backpapier belegen und den Ofen auf 180 Grad heizen. Die Butter schmelzen und zur Seite stellen.

3

Dann die Eier in zwei große Schüsseln trennen und jeweils 100g Zucker zu Eigelb und Eiweiß geben und den Vanilleextrakt zum Eigelb. Das Mehl, die Kokosnussflocken und Speisestärke in einer Schüssel abwiegen und ebenfalls zur Seite stellen. Dann zunächst das Eiweiß schlagen bis es weiche Spitzen bildet, es kann noch schmierig aussehen. Dann ohne die Rührstäbe zu reinigen, das Eigelb einige Minuten luftig aufschlagen bis es eine hellere Farbe hat und eine dicklichere Konsistenz. Die Mehlmischung über das Eigelb sieben (die Kokosflocken sind evtl. etwas zu groß, das ist OK, einfach am Ende den Rest, der sich nicht sieben ließ, dazugeben) und ein Drittel vom Eischnee. Das alles vorsichtig miteinander vermengen, relativ bald das zweite Drittel vom Eischnee dazugeben und weiter unterheben, dann die geshmolzene Butter und als allerletztes das letzte Drittel vom Eischnee mit ganz viel Liebe und Vorsicht nur noch unterheben und nicht mehr verrühren. Den so vorbereiteten Teig auf die zwei Springformen gleichmäßig verteilen und sofort auf mittlerer Schiene ca. 30cm backen, Stäbchenprobe machen. Auskühlen lassen und dann vorsichtig aus der Springform lösen.

4

Für den Läuterzucker Wasser und Zucker zum Kochen bringen und ein bis zwei Minuten köcheln lassen bis sich der Zucker gut aufgelöst hat. Am Ende den Rum einrühren und ebenfalls zur Seite stellen.

5

Nun geht es ans Stapeln. Die Tortenböden durchschneiden, sodass man am Ende vier Böden hat. Auf den untersten Boden großzügig Läuterzucker verteilen, dann ein Drittel der Kokoscreme. Spätestens jetzt einen Tortenring um den Boden stellen. Wenn man keinen Tortenring hat, kann man die Torte auch frei stapeln, sie wird jedoch ziemlich hoch. Den zweiten und dritten Boden ebenso erst mit Läuterzucker bepinseln, dann die Creme verteilen und entsprechend aufeinander stapeln. Den obersten Boden umgedreht aufsetzen, sodass man einen schönen gerade Abschluss hat. So vorbereitet mindestens eine halbe Stunde oder über Nacht kühlen.

6

Für die Außencreme die Kokosflocken auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und ca. 5min bei 180 Grad rösten. Dabei unbedingt ein Auge drauf haben, denn sie verbrennen schnell, also immer schön schauen, ob sie evtl. schneller fertig sind als gedacht.

7

Das Eiweiß mit dem Zucker in einen Topf geben und per Wasserbad unter Rühren den Zucker auflösen, das dauert ein paar Minuten. Dann mit einem Mixer so lange schlagen bis die Masse abgekühlt ist und ein glänzendes und steifes Baiser entstanden ist. Ca. 4 EL in eine Spritztülle füllen. Die Torte aus dem Tortenring befreien und das restliche Baiser dünn außen verstreichen, wir brauchen keinen perfekten glatten Abschluss, da wir die Kokosflocken verteilen werden. Die gerösteten Kokosflocken gleichmäßig außen an der Torte verteilen. Dann kleine Tupfer aus dem restlichen Baiser auf die Torte spritzen. Man kann, wenn man möchte, die Torte auch einfach nur mit Baiser ummanteln und diesen flambieren. Ich selbst finde, dass die getoasteten Kokosflocken nochmal einen guten Kontrast zu den eher weichen Komponenten bilden.

Bienmesabe, Kokostorte aus Venezuela

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2 Kommentare

  • Antworten
    Ulrike
    Freitag, der 1. April 2022 at 09:17

    Ich glaube man muss mit Kokosgrschmack aufgewachsen sein. Die Torte sieht toll aus, hat aber für mich zu viel Kokos.😎

    • Antworten
      Jenny
      Freitag, der 1. April 2022 at 09:19

      Ganz ehrlich, ich mag Kokos auch nur in Verbindung mit einem weiteren Geschmack, aber ich mag zum Beispiel auch nicht Raffaelos. Geschmäcker sind verschieden 😉

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