Browsing Category

Latin American Recipes

Isla flotante – eine fluffige Baiser-Wolke aus drei Zutaten

Wenn du diese fluffige Baiser-Wolke bestehend aus Eiweiß, Zucker und Vanille essen möchtest, dann bist du hier richtig. Isla flotante, also auf Deutsch „schwebende Insel“, stammt aus Lateinamerika und ist ein Dessert, das aus wenigen Zutaten besteht und bei Zöliakie perfekt ist, da wir keinerlei Mehl brauchen. Im Endeffekt wird ein Baiser im Wasserbad gekocht und mit einer Schicht Karamell serviert, schlicht und einfach. Ich habe unten noch das traditionelle Sabayon, also die Eigelbsoße, ähnlich zu einer Vanillesoße, mit aufgeschrieben, die man sehr gerne mit dazu reicht, ich habe auch noch Erdbeeren karamellisiert, da ich Desserts lieber mit Früchten mag. Selbst mit diesen zwei Zusätzen kommen wir immer noch „nur“ auf fünf Zutaten (Ei, Zucker, Vanille, Alkohol und Erdbeeren). Wie sieht es aus, hast du Lust?

Weiter lesen…

Arroz con Leche – lateinamerikanisches Dessert und es passieren noch gute Dinge im Leben

Heute gibt es Milchreis oder „arroz con leche“ auf Spanisch samt Geschichte dazu wie ich an dieses Rezept gekommen bin. Kurz gesagt eine schöne Geschichte, die mich bis heute rührt. Aber erst nochmal zu diesem Dessert. Arroz con leche ist wahrscheinlich so universal wie Milchreis sein kann, jedes Land hat da eigene Vorlieben und Praktiken, die Skandinavier haben es zu einem Weihnachtsdessert deklariert, hier im deutschprachigem Raum ist es insbesondere in der Kriegs- und Nachkriegszeit als Hauptmahlzeitersatz populär geworden (wobei ich bis heute süße Hauptmahlzeiten verschmähe). In Spanien isst man es gerne und natürlich hat Milchreis es auch nach Lateinamerika geschafft. Warum ich hier heute dieses Seelenfutter vorstelle? Weil ich immer noch davon gerührt bin, dass eine Leserin extra für mich in Aktion getreten ist, damit ich das Rezept aus einem Kochbuch nachmachen kann, aber lass uns nochmal von vorne anfangen.

Weiter lesen…

Apfel-Tarantella oder warum die Argentinier einen tanzenden Kuchen haben

Beitrag enthält Werbung für Braeburn Äpfel, Südtiroler Apfel g.g.A.

Hurra, heute gibt es ein Rezept aus Argentinien, einem Apfelkuchen, der mit der berühmten Eierspeise namens „flan“ zu einem köstlichen Brotpudding-Hybrid wird. Gebacken habe ich diese Köstlichkeit namens „tarantella de manzana“ mit Äpfeln  aus Südtirol, um genauer zu sein, der Sorte Braeburn Südtiroler Apfel g.g.A. Ein Päckchen mit Braeburn-Äpfel habe ich zugeschickt bekommen, überraschenderweise sahen diese Äpfel wie frisch geerntet aus, obwohl wir im April sind. Da wusste ich gleich, was ich damit machen will. Aber jetzt nochmal zurück zum argentinischen Rezept tarantella de manzanas. Der Legende nach wird dieser Kuchen nach einer italienischen Tanzart („tarantella“) benannt, weil a) italienische Einwanderer in Buenos Aires diesen Kuchen wohl erfunden haben sollen und b) der Kuchen, wenn er nach der langen Backzeit mit anschließender Kühlzeit im Kühlschrank endlich fertig ist, ein bisschen wackelt, und zwar wohl so ähnlich wie man diesen Tanz tanzt. Wer mag, kann zum Beispiel hier auf Spanisch lesen, was es für Theorien gibt. Fakt ist, dieser Kuchen ist insbesondere in Buenos Aires so beliebt, dass man ihn quasi auf jeder Speisekarte findet und insbesondere in Restaurants gerne als Dessert serviert wird.

Weiter lesen…

Massini – köstliche Sahneschnitten aus Uruguay

Massini – heute habe ich euch köstliche Sahneschnitten aus Uruguay mitgebracht. Zwischen dünnen Biskuitscheiben kommt eine dicke Sahne-Baiser-Schicht und obenauf eine dünne Schicht Creme, die hauptsächlich aus Eigelb und Zucker besteht, die man noch abbrennen kann. Uruguayer sind ganz stolz auf dieses Dessert. Es soll 1951 von Pedro Carrera erfunden worden sein, einem spanischen Einwanderer, der eine Konditorei namens Carrera in der Hauptstadt Montvideo eröffnete. Bis heute kann man in dieser Konditorei Massini erstehen, wobei hier die Schreibweise Masini lautet. Die Sahneschnittchen sind mittlerweile so populär, dass sie es auch ins uruguayische Masterchef geschafft haben und weit über die Landesgrenze hinaus sich großer Beliebtheit erfreuen. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bis dato noch nicht dieses Dessert probiert habe.  Am besten kann man es als luftig leicht beschreiben und perfekt für Menschen, die Sahnetorten lieben.

Weiter lesen…

Patacones – frittierte grüne Kochbananen

Patacones oder tostones sind quasi Chips aus grünen Kochbananen, die zwei Mal frittiert und gerne als Beilage serviert werden. Sie sind in ganz Lateinamerika beliebt, insbesondere jedoch in Ländern Richtung Äquator. Das Prozedere ist simpel, grüne Kochbananen werden geschält, in dicke Scheiben geschnitten und in Öl weich gekocht. Man kann, wenn man möchte, diesen Vorgang auch im Wasser machen, jedoch werden sie dann nicht so wunderbar knusprig. Dann drückt man die Scheiben mit einem Teller oder ähnliches flach und frittiert sie noch ein zweites Mal und serviert sie dann mit grobem Salz bestreut und Limettensaft beträufelt oder dippt sie in einer leckeren Salsa. Ganz ehrlich, super lecker und gar nicht so schwer zu machen.

Weiter lesen…

Nuss-Karamell-Torte aus Argentinien: torta Balcarce zum 7. Bloggeburtstag

Heute habe ich eine Spezialität aus Argentinien dabei: torta Balcarce oder postre Balcarce. Diese Sahne-Torte besteht aus Vanillebiskuitböden, einer Schicht Karamellcreme namens dulce de leche, gehackten Maroni (oft mit Walnüssen ersetzt), Baiserstückchen und natürlich Sahne. Die Torte ist weit über die Kleinstadt Balcarce in Argentinien hinaus bekannt. Voller Stolz berichten Argentinier davon, dass diese Torte vom argentinischen Konditor Guillermo Talou 1950 erfunden wurde und sich rasch großer Beliebtheit im Land erfreute. Bis heute gibt es in der Stadt Balcarce im Juli über ein Wochende ein Festival, bei dem feierlich eine riesige Torte zusammengesetzt und verspeist wird. Leider hatte ich in meinem Argentinienurlaub 2018 nicht die Chance dieses Törtchen zu essen, aber es spricht ja nichts dagegen sie einfach in Deutschland nachzubacken. Diese leckere Torte präsentiere ich euch heute, da genau vor sieben Jahren mein erster Blogebitrag online ging und ich den 7. Bloggeburtstag ordentlich mit euch zusammen feiern wollte.

Weiter lesen…

Queque de platano oder Bananenbrot auf Peruanisch

Zu Covid-Zeiten war ja banana bread oder Bananenbrot in aller Munde. Gefühlt haben alle zu Hause welches gebacken. Ich habe mich gesträubt diesem Trend zu folgen. Rezepte gibt es unendlich viele, von super gesund, vegan, bis hin zu Broten, die dann schon eher kalorienreichen Kuchen ähnelten und dann „death by chocolate banana bread“ hießen. Dass es jetzt doch ein Rezept auf meinem Blog gibt, ist zwei Tatsachen geschuldet. Zum einen mache ich wieder mit bei der kulinarischen Weltreise. Diesen Monat halten wir in Peru an. Da wollte ich gerne mitmachen, queque de platano scheint insbesondere in Peru und teilweise auch in Chile besonders gerne zubereitet zu werden. Manchmal ist es gar nicht so einfach ein Rezept einem Land zuzuordnen, in Südamerika werden sehr erhitzte und emotionale Diskussionen darüber geführt. Ich behaupte hier einfach mal ganz dreist, dass queque de platano insbesondere in Peru zu Hause ist. Zum anderen finde ich super, dass man in Lateinamerika nicht nur Bananen verwendet, sondern bevorzugt Kochbananen: platanos.

Weiter lesen…

Arroz con pollo aus Kolumbien

Arroz con pollo übersetzt man auf Deutsch mit „Reis mit Hähnchen“. Dieser Eintopf ist in ganz Lateinamerika extrem populär, jedes Land hat seine Version und schwört auf andere Geheimzutaten. Das unten genannte Rezept steht für arroz con pollo aus Kolumbien bzw. folgt dem Rezept meiner Schwiegermutter Dora. Die üblichen Komponenten Hähnchen, Reis und Gemüse erweitert sie nochmal um „salchichas“, also Würstchen, die dem Ganzen nochmal den extra Kick Geschmack geben. Arroz con pollo kann schnell sehr trocken und verkocht werden. Hauptgrund dafür ist, das viele den Reis zusammen mit dem Gemüse gleichzeitig köcheln. Deshalb gibt es unten den Geheimtrick meiner Schwiegermutter; statt alles zusammen roh miteinander zu köcheln, macht sie alle drei Komponenten separat und vermischt sie erst ganz am Ende, sodass man sicher sein kann, dass alles schön saftig bleibt.

Weiter lesen…

Erstes Adventstürchen: Torta Rogel aus Uruguay

Hurra, ich habe heute die besondere Ehre, dass ich den wohl legendärsten Foodblogger-Adventskalender eröffnen darf: Zorra vom Blog Kochtopf lädt uns alle ein. Wer jeden Tag durchs Türchen geht und sich die Rezepte und Rezeptgeschichten durchliest, hat die große Chance tolle Preise zu gewinnen, es gibt gleich zwei Mal die Möglichkeit. Preise stammen von GRAEF, Kuhn Rikon, KAHLA, Osborne, Molkerei Berchtesgadener Land, Moroccanoil, Life is full of goodies und Obers trifft Sahne. Also kommt mit, ich nehme euch heute nämlich mit nach Uruguay und stelle euch ein Törtchen vor namens „torta rogel“. Warum gerade Uruguay? Weil ich dort geboren wurde. Auch wenn ich einen deutschen Pass habe, habe ich einige Jahre meiner Kindheit in der Hauptstadt Montevideo verbracht. Gewohnt haben wir an einer ziemlich lauten Hauptstraße, damals ich den 80ern teilweise noch mit vereinzelten Pferdekutschen bestückt, die sich zwischen den Autos schlängelten. In der Nähe gab es ein Kiosk, in dem wir überglücklich sowohl „chicle“ erstanden, also Kaugummi, aber auch das tägliche Frühstück besorgten: Brot oder pan und dulce de leche. Dulce de leche ist so etwas wie die Nutella Südamerikas, die Karamellcreme, die aus gezuckerter Milch besteht, wird analog wie Nutella vielfältig eingesetzt. So wie man sich hier eine Scheibe Brot mit Nutella bestreicht, so bestrichen wir in Uruguay unser Brot ganz selbstverständlich mit dulce de leche. Ich habe noch im Ohr wie mein Vater meine Schwester und mich instruierte einkaufen zu gehen: „Dann holt ihr dulce de leche von der vaca Kuh (vaca= Spanisch für Kuh).“ So sah das aus, wir sprachen zwar deutsch untereinander, aber spanisch schlich sich immer wieder ein. Manchmal gab es dann Familienkreationen wie das gleiche Wort in zwei Sprachen direkt hintereinander. Und als Zorra fragte, was ich denn für ein Rezept beisteuern wollte, wusste ich sofort: torta rogel, denn in diesem Törtchen ist ganz viel dieser legendären dulce de leche enthalten, die ich gerne auch einfach pur löffle. In diesem Reel kannst du sehen wie ich das Törtchen zubereite und wie es am Ende aussieht.

Weiter lesen…

Empanadas aus Mendoza, Argentinien

Heute gibt es wieder einmal Empanadas, also Teigtaschen, aus Argentinien. Ich habe die berühmte Version aus Mendoza mitgebracht. Sie werden traditionell mit Rindfleisch sowie Oliven und hartgekochten Eiern gefüllt. Sie ähneln stark den Empanadas aus Uruguay, da auch diese Rindfleisch und hartgekochte Eier enthalten, jedoch gibt es leichte Unterschiede, in Uruguay fügt man keine Oliven hinzu und reichert das Rindfleisch noch mit Tomaten an. Auch beim Teig gibt es Unterschiede, dieser wird mit warmer Milch hergestellt und wird dadurch besonders biegsam. Für weitere Empanada-Inspiration gibt es die große Empanada-Schule.

Weiter lesen…