Heute gibt es ein Schichtdessert namens polvito uruguayo, das eigentlich aus Uruguay stammt, aber lustigerweise auf Gran Canaria berühmt geworden ist. Normalerweise ist es ja genau umgedreht, viele Gerichte und Desserts aus Spanien sind mittlerweile in ganz Lateinamerika beliebt, wie zum Beispiel die Eierspeise flan, die Doppelkekse mit Karamellfüllung namens alfajores oder die gefüllten Teigtaschen mit Namen empanadas. Oft wurden die Zutaten angepasst, statt Quitten für die Quittenpaste dulce de membrillo nimmt man in Kolumbien einfach Guave her. Umso spannender finde ich, dass hier mal eine uruguayische Einwanderin auf Las Palmas einem uruguayischen Dessert zu Ruhm verhalf und es mittlerweile als Standarddessert auf der Insel gilt. Die Bestandteile sind schnell erklärt, eine Schicht kleingekrümelte Kekse (wer mag, kann diese noch mit etwas geschmolzener Butter vermischen), geschlagene Sahne, Baiser und die Karamellcreme dulce de leche werden hier aufeinandergeschichtet. Simpel, einfach und lecker. Aber Achtung, eine Kalorienbombe ist es definitiv.


