Wie man selbst dulce de leche macht

Selbstgemachte dulce de leche

Heute geht es um selbstgemachte dulce de leche. Noch nie gehört? Das ist spanisch und kann wortwörtlich als das “Süße der Milch” übersetzt werden. Dulce de leche ist eine streichfähige Creme aus gesüßter Milch, deshalb auch der Name, und kommt geschmacklich traditionellem Karamell sehr nahe. Es ist sowas wie die Nutella Südamerikas und wird mit allem und auf allem serviert, egal ob Süßspeise, mit Käse oder als Süßungsmittel für Kaffee.

Selbstgemachte dulce de lecheIn fast jedem Land Südmarikas hat es einen anderen Namen. Dulce de leche ist wahrscheinlich der gängigste, sowohl in Spanien, Uruguay, Argentinien als auch Bolvien und Mittelamerika wird er benutzt, auch auf portugiesisch heißt es doce de leite, ist also analog übersetzt und wird entsprechend in Brasilien und Portugal verwendet. Venezuela und Kolumbien bezeichnen es als arequipe und manjar ist die Bezeichnung in Ecuador und Peru. Es gibt noch weitere Namen, aber da ich selbst in Uruguay geboren bin, werde ich einfach den Namen verwenden, mit dem ich aufgewachsen bin und der weltweit am meisten benutzt wird: dulce de leche.

Selbstgemachte dulce de lecheIm untenstehenden “Rezept” stelle ich vor, wie man dulce de leche selbst herstellen kann. Leider findet man immer noch nicht oft dulce de leche in deutschen Supermärkten. Im Austausch mit Lesern habe ich nun erfahren, dass wohl Kaufland welche führt, auch sehr große Edekas scheinen es manchmal im Sortiment zu haben, ich habe bisher jedoch noch keine in Deutschland gesichtet.

Selbstgemachte dulce de lecheEs gibt viele verschiedene Arten wie man dulce de leche herstellt und vorallem, welche Zutaten man verwendent. Die traditionellste Art, die ich kenne, ist Milch mit Natron und Zucker so lange köcheln zu lassen, bis der Zucker komplett karamellisiert ist und alles komplett eingedickt ist, sodass eine Creme entsteht. In einem uruguayischen Kochbuch wird nicht mal eine Zeitangabe gemacht, aber es dauert unbedingt mehrere Stunden. Ich warne an dieser Stelle vor, mein Vorschlag dauert auch ein paar Stunden, aber wenigstens muss man nur zusehen, dass das Wasser die Dose komplett bedeckt und muss keine Creme rühren oder irgendwie schauen, dass nichts anbrennt.

Ich hoffe, dass dich die lange Dauer nicht abschreckt dieses Rezept nachzumachen und freue mich immer über Feedback!

Selbstgemachte dulce de leche

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Serves: 4 Dosen a 397g gesüßter Kondensmilch
Cooking Time: 2 1/2 hrs bis 3 hrs kochen

Ingredients

  • 4 Dosen a 397g gesüßter Kondensmilch, darauf achten, dass es gesüßte Kondensmilch ist!

Instructions

1

Die vier Dosen in einen großen Topf stellen und komplett mit Wasser bedecken. Das Wasser zum Kochen bringen und für zweieinhalb bis drei Stunden köcheln lassen. Je nachdem wie dunkel man sein dulce de leche haben will, sollte man es länger kochen, ich mag meine eher hell, auf den Fotos sieht man welche, die 2 1/2 Stunden gekocht wurde. Dabei jede halbe Stunde die Dosen umdrehen, ich stelle mir dazu eine Stoppuhr. Zwischendurch Wasser nachfüllen, die Dosen sollten so gut es geht immer mit Wasser bedeckt sein. Bevor man sie öffnet, unbedingt abkühlen lassen, sonst besteht die Gefahr, dass sie explodieren.

2

Ungeöffnet hält sich dulce de leche ein halbes Jahr oder länger, sobald man eine Dose geöffnet hat, sollte man dulce de leche in circa zwei Wochen verbrauchen und im Kühlschrank aufbewahren.

Rezepte mit dulce de leche

Meine Lieblingskekse aus Uruguay: Alfajores mit dulce de leche als Füllung

Oben die Schokoversion, hier die Version mit Vanille:

Klassische Alfajores aus UruguayKaffee-Macarons mit dulce de leche Füllung

Kaffee-Macarons mit dulce de lechePfirsichtorte mit einer Schicht dulce de leche aus Uruguay

Uruguays Version einer Pfirsichtorte (postre chajá)Blätterteig mit Pudding, Sahne und dulce de leche aus Kolumbien

Milhojas aus KolumbienKolumbianische Hefeteigringe, die mit dulce de leche gefüllt werden

Roscónes: Süßes Hefebrot aus Kolumbien mit Karamellcreme

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2 Comments

  • Reply
    Ramona
    Dienstag, der 21. Mai 2019 at 23:50

    Muss ich unbedingt mal ausprobieren *lecker – lecker* danke schon mal fürs Rezept!! LG, Mona

    • Reply
      Jenny
      Mittwoch, der 22. Mai 2019 at 06:41

      Liebe Ramona, man braucht nur etwas Zeit, aber ansonsten wirklich einfach!

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