Chocotorta aus Argentinien

Chocotorta aus Argentinien

Chocotorta aus Argentinien ist so eine Art Kalter Hund auf argentinische Art. Diese Torte wird nicht gebacken, sondern man schichtet Schokokekse (in Argentinien „chocolinas“ genannt) mit der Karamellcreme dulce de leche, die mit Frischkäse vermischt wird. In diesem Fall mache ich die Schokokekse selbst, deshalb komme ich nicht ganz ohne backen aus. Chocotorta wird in Argentinien oft anstelle des Geburtstagskuchens gereicht und ist, wie kann es anders sein, auch wirklich schnell gemacht, wenn man Schokokekse, dulce de leche und Frischkäse parat hat. Ich habe dem Ganzen noch eine kleine Schicht Ganache verpasst und mit weiterer Karamellcreme dekoriert, aber natürlich kann man die Torte auch schlicht lassen.

Chocotorta aus ArgentinienChocotorta ist, das will ich nicht verheimlichen, definitiv eine Kalorienbombe. Die Hauptkomponenten sind Kekse, Karamellcreme und Frischkäse; man kann davon nur ein kleines Stückchen von essen. Aber das Gute an diesem Kuchen ist, dass er sich sehr lange hält. Eine Woche im Kühlschrank aufbewahrt, ist überhaupt kein Problem. In Argentinien wird er in allerlei Varianten gegessen, die wichtigen Bestandteile wie Schokokekse und die Karamellcreme dürfen natürlich nie fehlen. Mittlerweile ist auch das Nachbarland Uruguay vom Chocotorta-Fieber infiziert, es finden sich einige Rezepte. Ich habe wie gesagt die Variante mit zusätzlichem Schokoganache gewählt, aber man kann auch ganz schlicht mit einer Schokokeksschicht aufhören. Übrigens wird die Torte normalerweise viereckig serviert, klar, viereckige Kekse lassen sich so am besten schichten. Da ich aber die Kekse selbst herstelle, habe ich gedacht, warum nicht gleich rund in Tortengröße backen statt mühsam einzelne Kekse auszustechen? Im Rezept gibt es Angaben für beide Varianten.

Chocotorta aus Argentinien

Chocotorta aus Argentinien

Cooking Time: 30min

Chocotorta aus Argentinien besteht ähnlich wie unser kalter Hund aus Schichten aus Schokokeksen sowie Karamellcreme, die mit Frischkäse vermischt wird und wird oft zum Geburtstag gereicht.

Ingredients

  • Mürbeteig für Schokokekse (wenn man sie selbst machen möchte)
  • 300g Mehl, Type 405
  • 50g ungesüßter Backkako
  • 100g weißer Zucker
  • 200g kalte Butter
  • 1 Ei
  • Etwas Milch
  • Falls man nicht selbst die Kekse machen möchte: ca. 600g Schokokekse von z.B. Leibnitz

  • Chocotorta
  • 1 Dose a 400g dulce de leche, wie man das selbst erstellt, erkläre ich hier
  • 450g Frischkäse
  • 250g Milch oder Kaffee, um die Kekse/Kreise darin zu tunken
  • 80g Schlagsahne
  • 80g Zartbitterschokolade
  • 100g weiteres dulce de leche zum Dekorieren

Instructions

1

Für die Schokokekse das Mehl, den Kakao und Zucker in einer großen Schüssel vermischen, dann die kalte Butter in Stückchen dazugeben und alles zu erbsengroßen Krümeln verarbeiten. Das Ei einarbeiten bis man einen Ball aus dem Teig formen kann. Ggf. ein paar Schluck Milch hinzugeben. Eingepackt mindestens eine halbe Stunde oder über Nacht kühlen. Dann den Teig halbieren und eine Hälfte auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Ich habe Kreise von 18cm Durchmesser ausgestochen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und ca. 3 Kreise auf das Blech legen. Den Ofen auf 180 Grad heizen und die Kreise ca. 10min backen. Mit dem übrigen Teig wiederholen. Ich habe insgesamt 8 Kreise herausbekommen und hatte noch etwas übrig. Die gebackenen Kreise auskühlen lassen und bis zur weiteren Verwendung luftdicht verpacken.

2

Für die Chocotorta das dulce de leche mit dem Frischkäse kurz vermischen und Milch oder Kaffee bereitstellen. Die Schokokekse in Milch/Kaffee tunken und entweder eine eckige Form damit auskleiden oder wie ich einfach auf einen runden Teller setzen. Dann ca. 3 EL der Karamellcreme darauf verteilen und so lange wiederholen bis man Kekse/Kreise und Karamellcreme aufgebraucht hat. Die oberste Schicht sollte Karamell sein. Einige Stunden im Kühlschrank kühlen, gerne auch über Nacht. Man kann die Torte so schlicht lassen oder aber noch dekorieren. Oft findet man einfach Kakao, der drüber gestäubt wird, Schokostreusel oder aber Ganache. Die letzte Variante machen wir hier. Dazu die Schlagsahne bis kurz vor dem Kochen bringen und derweil die Schokolade grob hacken. Dann die Schokolade in die Sahne einrühren und abkühlen lassen bis die Masse dickflüssiger wird. Obenauf auf der Torte verstreichen. Man kann dann noch mit weiterer dulce de leche kleine Tupfer auf die Torte setzen oder aber das Ganache soweit abkühlen, dass man damit Tupfer aufspritzt. Eine Chocotorta hält sich gekühlt gut eine Woche.

Chocotorta aus Argentinien

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2 Kommentare

  • Antworten
    Barbara
    Samstag, der 19. Februar 2022 at 11:52

    Hallo Jenny,
    mit den selbstgebackenen Keksen gefällt mir dieser Kuchen sehr gut!
    Interessant irgendwie, dass es so viele Versionen des Kalten Hunds gibt. Die Füllung hier gefällt mir viel besser als die deutsche mit hartem Kokosfett und (Billig-)Kuvertüre…
    Liebe Grüße
    Barbara

    • Antworten
      Jenny
      Samstag, der 19. Februar 2022 at 14:44

      In Südamerika ist es eher unüblich den Ofen anzuschmeißen und selber Kuchen zu backen. Von daher ist alles, was „no bake“ ist, immer gern gesehen. Uns hat der Kuchen sehr geschmeckt. Falls du ihn ausprobieren solltest, gib gern Bescheid!

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