Vori Vori, beste paraguayische Suppe

Heute gibt es Vori Vori oder Bori Bori, eine Suppe aus Paraguay, die kleine Maismehlbällchen als Hauptmerkmal hat. Der Name der Suppe „vori vori“ bedeutet in der Sprache Guarani „viele Bällchen“. Guarani scheint wie auch andere Sprachen einfach ein Wort zwei Mal nacheinander zu nennen, wenn man damit den Plural bezeichnen will. Vori Vori ist 2026 als beste Suppe der Welt vom Tasteatlas erklärt worden. Die Suppe ist relativ schnell gemacht, im Original brät man Hähnchen an, dann Gemüse und schon geht es daran die Suppe mit Wasser aufzufüllen und zu köcheln. Am Ende kommen die charakterischtischen Maismehlbällchen hinzu und werden ca. 10min gar gekocht. So hat man eine wärmende und nahrhafte Suppe, die besonders in den Wintermonaten die Seele wärmt.

Ich muss zugeben, dass ich bis dato nicht von dieser Suppe gehört hatte. Da ich aber immer gerne Neues lerne, begann ich zu recherchieren. Maismehlbällchen in eine Suppe zu geben, klang nach einer sehr guten Idee. In Kolumbien und Venezuela sind Maismehlfladen, die sogenannten arepas mit unserem Brot gleichzusetzen. Sie werden in vielen verschiedenen Formen und Arten gereicht. Dass man in Paraguay aus dem Maismehl Bällchen formt und zur Suppe gibt, wieso nicht? Hier ist es ja auch üblich Klöße, Croutons oder andere Teigwaren in der Suppe zu garen. Als ich also meinem Mann vorschlug, dass ich diese Suppe aus Paraguay ausprobieren wollte, war er gleich dabei. Ich machte mich also ans Werk und war überrascht, wenig Aufwand, aber große Wirkung. Diese Suppe gibt es jetzt sicher öfter bei uns, vielen Dank, Paraguay!

Ursprung: Emi Báez auf Instagram (auf Spanisch)

Vori-Vori-Suppe aus Paraguay

Serves: 4 große Portionen
Prep Time: 30min Cooking Time: 45min Total Time: 1hr 15min

Vori-Vori-Suppe aus Paraguay hat als Hauptmerkmal kleine Maismehl-Bällchen. Ich mache sie hier ganz traditionell mit Hühnchen und Kürbis.

Ingredients

  • Suppe
  • Olivenöl
  • 1 Hähnchenteil pro Person (bei mir vier Schenkel)
  • 1 große Tomate
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Paprika
  • 200-300g Kürbis (bei mir Hokkaido)
  • 1-2 TL Salz
  • 1 TL Cumin
  • 1 TL getrockneter Oregano

  • Maismehl-Bällchen
  • 300g Maismehl
  • 1/2 TL Salz
  • Ca. 80g Tvorog, Hüttenkäse oder Frischkäse (im Original mit queso paraguayo)
  • 2 Suppenkellen der Brühe von oben
  • Ggf. Wasser

Instructions

1

Die Hähnchenteile in einem großen Topf in heißem Olivenöl kräftig von allen Seiten scharf anbraten. Beiseite stellen und das Gemüse bis auf den Kürbis ganz fein schneiden (ich gebe es einfach in einen Foodprozessor) und in dem gleichen Öl ein paar Minuten unter Rühren dünsten. Den Kürbis würfeln und zusammen mit den Hähnchenteilen und Gewürzen zurück in den Topf geben. Mit ca. 1-2 Liter Wasser auffüllen und auf mittlerer Hitze ca. 30-45min köcheln lassen, zwischendurch umrühren.

2

Derweil für die Maismehlbällchen alle Zutaten vermischen. Sollte die Masse noch krümelig sein, etwas Wasser hinzugeben. Aus der Masse kleine Bällchen (ca. Walnussgröße) formen. Der Teig sollte ca. 45-50 Bällchen ergeben. Für die letzten 10 min mitköcheln lassen, sie sind gar, wenn sie aufsteigen. Nach Gusto nachsalzen und -würzen. Wer mag, kann noch kleingeschnittene Frühlingszwiebel auf jeden Suppenteller geben. Tipp: Wenn du mehrere Tage von der Suppe essen möchtest, ist es sinnvoll jeden Tag frisch eine Ladung Bällchen zu machen und 10min zu köcheln als alle auf einmal. Da wir zu zweit sind, habe ich entsprechend zwei Mal die Maismehlbällchen zubereitet mit der Hälfte der angegebenen Menge.

P.S. Für weitere Suppen und Eintöpfe aus Lateinamerika kann ich dir diese empfehlen:

Ajiaco – kolumbianische Hühner- und Kartoffelsuppe

Guiso de lentejas – Linseneintopf aus Uruguay

Frijoles – milder kolumbianischer Bohneneintopf

 

 

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