Jawoll, dieser Kuchen namens „bolo nega maluca“ heißt wörtlich übersetzt „Kuchen der verrückten Schwarzen“, angeblich, weil eine Sklavin wohl aus Versehen Kakaopulver in einen anderen Kuchen hineingab, aber niemand genau wusste, was sie dabei murmelte und es somit der verrückte Kuchen der Sklavin wurde. Sicherlich eine phantasievolle Anekdote, deren Wahrheitsgehalt fraglich ist. Fakt ist, dass dieser Schokokuchen aus Brasilien mit genau einer Schüssel auskommt, in wenigen Minuten zusammengerührt ist und er super zu einem Geburtstag oder besonderen Anlass zubereitet werden kann, wenn man nicht ganz so viele Gäste erwartet. Man kann ihn pur ohne Tränke und Topping einfach mit Puderzucker oder Kakao bestäubt servieren, wenn man wirklich ganz schnell sein will. Bei mir gibt es die Kleinversion, eine 18cm Springform, auch wenn er meist als Blechkuchen gereicht wird. 
Und um das gleich vorweg zu sagen, dieser Kuchen ist bei der Zubereitung super flüssig und das muss so! Was bin ich nicht schon angepampt worden, weil ich bei der populären Himbeer-Schoko-Torte auch einen Kuchenboden mit viel Flüssigkeit nutze. Dadurch wird er super saftig und hat im Ergebnis dann nicht mehr so viel gemeinsam mit einem schweren Rührkuchen. Das muss man nicht mögen, ich will es aber gesagt haben, hoffentlich sieht man auf dem Bild oben, dass das hier ein wirklich saftiger Kuchen ist und der Teig sehr flüssig. Zusätzlich machen wir auch noch eine Tränke. Damit ähnelt dieser Kuchen dem berühmten Tres-leches-Kuchen aus Mexiko, der auch nochmal in Flüssigkeit getränkt wird. Muss man nicht, macht ihn aber nochmal leckerer und saftiger. Den Abschluss bildet dann so eine Art Fudge, vielleicht kennt ihr die brasilianische Praline namens Brigadeiro, auch hier köcheln wir gesüßte Kondensmilch mit noch weiteren Zutaten ein. Alternativ kann man auch ein simples Ganache machen oder es komplett weglassen, aber ich wollte hier diese Variante vorstellen, die näher am Original ist. Also, lass uns loslegen!
Ursprung: angepasst von Michelle Marcelino auf Instagram (auf Portugiesisch)
Dieser einfache Schokokuchen aus Brasilien nennt sich bolo nega maluca. Der Kuchen benötigt nur eine Schüssel und wird im Anschluss getränkt und einem Topping ähnlich zu Brigadeiro serviert. Für den Kuchenteig zunächst den Boden einer 18cm Springform mit Backpapier belegen und den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eier, Öl und Zucker in einer großen Schüssel per Schneebesen verrühren. Dann Mehl, Kakao, Salz, Backpulver und Natron drübersieben und alles miteinander vermengen. Den heißen Kaffee oder das Wasser zum Schluss dazugeben und ordentlich durchrühren (ja, die Masse ist extrem flüssig, das muss so), dann in die vorbereitete Springform geben und ca. 30-35min auf mittlerer Schiene backen. Stäbchenprobe machen. Derweil die Glasur zubereiten. Dazu alle Zutaten in einen Topf geben und einmal unter Rühren fast kochen lassen, dann Hitze reduzieren und ca. 10-15min leicht blubbernd einköcheln lassen. Wenn man mit den Spatel einen Strich auf dem Topfboden zieht, sollte sich dieser nicht sofort wieder verbinden, dann ist die Masse fertig. Man kann sie in den Kühlschrank stellen und erst später verteilen (so habe ich es gemacht, weil mein Kuchen eine ziemliche Wölbung hatte). Kurz vor Ende der Backzeit die Zutaten für den Sirup in einen kleinen Topf geben, einmal aufkochen lassen. Den heißen Kuchen mit einer Gabel oder einen Zahnstocher oft einstechen und sofort den Sirup gleichmäßig verteilen. Wenn der Sirup eingezogen ist, die Glasur ebenfalls verteilen und alles im Kühlschrank abkühlen lassen. Alternativ kann man die Glasur, wenn sie fester geworden ist, obenauf verstreichen und ggf. mit einer Spritztülle verzieren. Als Abschluss ggf. Schokoraspeln verteilen.Einfacher Schokokuchen aus Brasilien: bolo nega maluca
Ingredients
Instructions
P.S. Die Brasilianer lieben alles mit Schokolade und gesüßter Kondensmilch, wie wäre es mit:
Brigadeiro-Torte (Kalorienbombe schlechtin)






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