Heute gibt es einen glutenfreien Käsepfannkuchen aus Paraguay – mbejú genannt. Mbejú bedeutet auf Guarani „flacher Kuchen“. Das die Lateinamerikaner ein gewisses Faible für die Kombination von Käse und Cassava- oder Maniokstärke haben, sollte bereits bekannt sein. Es gibt noch einen anderen Snack aus Paraguay, der genau aus dieser Kombi besteht, chipa sind kleine glutenfreie Käsebällchen, die super schnell zubereitet werden können und in meiner Familie super beliebt sind. Ein Cousin davon sind die brasilianischen pão de queijo oder auch die kolumbianischen pandebonos. Statt aber wie in den anderen Fällen den Teig zu Bällchen zu formen, werden sie hier in Pfannkuchenform gereicht und sind somit außen knuspriger.Sie ähneln damit wiederum mexikanischen Tortillas, enthalten aber ordentlich Käse.
Viele lateinamerikanischen Gerichte sind von Natur aus glutenfrei, da entweder Maismehl oder aber Stärke statt Weizenmehl verwendet wird. Üblicherweise wird die Stärke aus einem Wurzelgemüse gewonnen, das ziemlich viele verschiedene Namen hat: Maniok, Cassava, Yuca, Tapioka; es ist manchmal schwierig eine eindeutige Bezeichnung festzulegen. Allen gemein ist, dass definitiv kein Gluten zum Einsatz kommt, es ist ganz wichtig, dass man Stärke nutzt, nicht Mehl, was ganz selten auch angeboten wird. Ich nutze meist dieses, ironischerweise steht „flour“ also Mehl als Bezeichnung, aber „starch“, also Stärke dann als Zutat. Solltest du dich für lateinamerikanische Küche interessieren, kann ich dir empfehlen gleich ein paar mehr zu bestellen, denn wie geschrieben verzichtet man in vielen Fällen auf Weizenmehl.
Ursprung: Emibaescriz auf Instagram (auf Spanisch)
Mbejús bestehen aus Stärke, Käse, Butter und Milch und werden zu knusprigen Pfannkuchen ausgebacken. Sie sind glutenfrei und stammen aus Paraguay. In einer großen Schüssel alle Zutaten bis auf die Milch geben. Ca. 60g Milch hinzufügen und alles zu Krümeln verreiben. Die Masse ist trocken, aber sollte ganz leicht anfangen sich zu verbinden, wenn man sie zusammendrückt. Entsprechend löffelweise Milch hinzufügen, ich brauche immer ca. 90g. In einer Pfanne etwas Öl oder Butter geben und so viele Krümel verteilen bis der Boden bedeckt ist, mit einem Löffel leicht runterdrücken. Auf mittlerer Hitze ca. 3min braten bis der Boden leicht gebräunt ist und sich vom Pfannerand löst, wenden und auch die zweite Seite bräunen. Meine Pfanne hat einen Innendurchmesser von 20 cm und ich habe 3 mbejús aus der Masse erhalten. Am besten warm und frisch servieren. In Paraguay reicht man dazu gerne Kaffee oder Mate-Tee. Man kann sie z.B. auch z.B. Schinken, Spinat und ähnlichem füllen.Mbejú - paraguayischer Käsepfannkuchen (glutenfrei)
Ingredients
Instructions
Hiermit mache ich auch bei der kulinarischen Weltreise mit, die von Volker vom Blog volkermampft ausgerichtet wird. Diesen Monat werden paraguayische Rezepte gesucht. Ich habe auch die paraguayische Suppe Vori Vori mit Hähnchen und Maisbällchen im Angebot, die oben genannten glutenfreie Käsebällchen namens chipa als auch das Nationalgericht sopa paraguaya, was als ein Maiskuchen beschrieben werden kann.
Es gibt auch weitere Blogger, die paragayische Rezepte vorstellen, ich werde die Liste nach und nach aktualisieren:
Wilma von Pane-Bistecca mit Caipirinha
Britta von Brittas Kochbuch mit Guiso de Gallina – Hähncheneintopf aus Paraguay
Wilma von Pane-Bistecca mit Chipa So’o – gefuelltes Brot aus Paraguay
Susanne von magentratzerl mit Mbejú – Käsepfannkuchen
Regina von bistroglobal mit Lomito Arabe
Friederike von Fliederbaum mit Sopa paraguaya (Maisauflauf) und Salsa criolla
Tina von Küchenmomente mit Pastafrola de Guayaba aus Paraguay
Britta von Brittas Kochbuch mit Chipas – Käsesnack aus Paraguay
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sopa Paraguaya





9 Comments
Susanne
Samstag, der 15. August 2026 at 10:39Ah, du hast die Version mit Stärke gemacht, das gefüllt mir besser als meine, für die laut Rezept eine Mischung aus Tapiokamehl und Maismehl verwendet wurde. Tapiokastärke habe ich immer da, die wird ja auch in der asiatischen Küche gerne vewendet – und ich mag die „chewy“ Konsistenz.
Jenny
Samstag, der 15. August 2026 at 10:57Hi Susanne, alle Rezepte, die ich gefunden habe, waren tatsächlich nur mit Stärke. Bei mir hat es auch mit den Streuseln geklappt, ich musste zwar etwas mehr Milch hinzufügen, aber es hat direkt beim ersten funktioniert.
Regina
Montag, der 17. August 2026 at 16:56Liebe Jenny, dein Käsepfannkuchen sieht sehr verführerisch aus. Ich bekomme Hunger. Viele Grüße, Regina
Britta
Sonntag, der 23. August 2026 at 12:41Deine Mjebus sehen toll aus und ich glaube, ich habe statt Chipas in Wirklichkeit auch diese Käsepfannkuchen gebacken, denn mein hilfsbereiter Ehemann, hat den Chipasteig einfach platt gedrückt. Wie auch immer – alles sehr lecker!
Liebe Grüße
Britta
Jenny
Sonntag, der 23. August 2026 at 13:16Stimmt, das ist auch eine Möglichkeit. Mein Mann hat gewünscht, dass ich beim zweiten Versuch mehr Flüssigkeit hinzufüge. Hab ich gemacht und dann ähnelten sie mehr der kolumbianischen Version, nur mit noch mehr Käse. Man kann viel spielen…
Petra aka Cascabel
Dienstag, der 25. August 2026 at 18:18Ich kenne „Beiju“ aus Brasilien, die werden mit polvilho azedo, also sauer Tapiocastärke gemacht, bei uns gabs damals Käse darauf.. Das dürfte ähnlich sein? Ich glaube, ich habe noch einen Beutel im Keller, das muss ich mal ausprobieren.
Jenny
Dienstag, der 25. August 2026 at 19:47Das kenn ich nicht, klingt aber auf jeden Fall ähnlich. Berichte gerne, wenn du es ausprobierst.
Tina von Küchenmomente
Donnerstag, der 27. August 2026 at 15:04Liebe Jenny,
deine Mbejú sehen ja wirklich sehr lecker aus und sind so schön appetitlich in Szene gesetzt. Ich würde ja zu gerne mal einen probieren….
Herzliche Grüße
Tina
Jenny
Donnerstag, der 27. August 2026 at 20:35Zumindest virtuell bekommst du eine ganze Ladung!