Heute wird es ein bisschen nostalgisch, gestern bin ich 44 Jahre alt geworden und habe deshalb beschlossen eine Neuauflage der berühmten Torte aus meiner Geburtsstadt Paysandú in Uruguay zu zeigen. Postre chajá ist eine Torte, die Vanillebiskuitböden, Pfirsiche, geschlagene Sahne, die Karamellcreme dulce de leche und Baiser in sich vereint. Ja, das sind viele Komponenten. Ja, das ist aufwändig, wenn man alles selbst macht. Diesmal beschloss ich nicht Pfirsiche aus der Dose herzunehmen, wie ich es in der alten Version gemacht habe, sondern mit richtig frischen und leckeren Sommer-Pfirsichen. Diese habe ich für die Füllung in Würfel geschnitten und in etwas Zucker und mit Vanilleextrakt aufgekocht und für die Deko oben in Scheiben. Dafür habe ich dann gekauftes Baiser und dulce de leche verwendet.
Seid ihr auch so begeistert von Aprikosen, Nektarien und Pfirsichen wie ich? In Spanien gab es so viel Auswahl im Urlaub. Oft kosteten die Früchte ein Euro nochwas pro Kilo, ich habe natürlich wie wild eingekauft und gebacken. Zum Glück ist auch in Deutschland mittlerweile die Zeit für dieses Steinobst, auch wenn man deutlich tiefer in die Tasche greifen muss. Unten habe ich euch 14 Rezepte zusammengestellt, die mir alle super schmecken und die man jetzt im Sommer mit frischen Früchten besonders gut zaubern kann. Lass uns also loslegen:
1. Die berühmte Torte aus meiner Heimatstadt Paysandú in Uruguay: postre chajá
Heute gibt es eine Pfirsichtarte mit vier Zutaten: Pfirsichen, Mehl, Zucker, und Butter. Ich liebe dieses Dessert, es ist eine Tarte Tatin, also eine Tarte, die falsch herum gebacken wird, d.h man braucht eine ofenfeste Pfanne. Die hier abgebildete Tartes habe ich in Spanien gebacken, da gab es sowas nicht, also habe ich einfach das Karamell separat zubereitet, das geht auch. Ich sag euch, diese karamellisierten Pfirsiche werden von etwas Teig zusammengehalten. Der absolute Traum, vielleicht hast du auch Lust auf dieses simple Dessert? Die Tarte schmeckt sowohl lauwarm als auch kalt am nächsten Tag. Ein bisschen Schlagsahne dazu und du bist inmitten im Sommerfeeling.
Dieser sommerliche Pie mit Pfirsichen ist genau das, was ich jetzt brauche. Hier mache ich ihn mit einem Buttermilch-Mürbeteig, aber ganz ehrlich, da kann man natürlich auch einen klassischen Boden zubereiten. Pie gehört für mich unbedingt in den Sommer, gefüllt werden kann er mit so vielen tollen Früchten. Und da bei uns gerade leckere und reife Pfirsiche im Angebot waren, haben ich mich für „peach pie“ oder Pfirsich-Pie entschieden. Na, wer will ein Stück oder vielleicht gleich zwei?
Ihr Lieben, endlich gibt es auch etwas aus Brasilien auf meinen Blog. Wusstest du, dass du alle lateinamerikanischen Rezepte von meinem Blog hier finden kannst? Dadurch, dass ich in Uruguay geboren bin und mein Mann Kolumbianer ist, gibt es relativ viel aus diesen beiden Ländern. Zwischendurch gab es auch aus Peru den Karamellpudding suspiro limeño und aus Paraguay die glutenfreien Käsebrötchen chipa, aber Brasilien hat es irgendwie bis dato noch nicht geschafft. Obwohl das Land eine unglaublich vielfältige Küche zu bieten hat. Aber jetzt mache ich zumindest den Anfang mit einem Dessert namens Pavê de pêssego, was soviel wie geschichtetes Pfirsichdessert heißt.
Es musste eine Pfirsichtorte her, und zwar eine aus meinem Geburtsland Uruguay. Um genauer zu sein, sogar aus meiner Geburtsstadt Paysandú. Postre chajá ist eine Pfirsichtorte, die nach einem uruguayischen Vogel benannt ist, nämlich dem chajá (auf Deutsch heißt dieser Vogel Halsband-Wehrvogel; die spanische Bezeichnung ist eine Lautmalerei, da er ähnlich zu einem „tschacha“ Schreie ausstößt). Unten seht ihr ein Bild. Warum, wieso und weshalb, erkläre ich im Beitrag.
Der Vogel chajá, der unter anderem in Uruguay beheimatet ist
Es ist Zeit für Kekse! Ja, richtig gelesen, bei mir gibt es auch im Sommer Kekse, denn schau dir diese süßen Pfirsichkekse an, die sind doch perfekt für den Sommer, oder? Sehen sie nicht täuschend echt aus? Sie sehen nicht nur aus wie Pfirsiche, sie schmecken auch danach, ich habe nämlich das Rezept, das eigentlich aus Osteuropa stammt, ein wenig abgeändert. Stattt der klassischen Nussfüllung oder der Marmelade, gibt es bei mir eine Pfirsichcreme als Füllung. Ganz im Ernst, nach einem Bissen und ich bin mir sicher, dass du die wieder machen wirst, auch wenn sie etwas Arbeit sind. 













