Ihr Lieben, ich habe mein Lemon-Pie-Rezept jetzt überarbeitet und nochmal vereinfacht. Nach mehr als acht Jahren Backerfahrung schienen mir einige Schritte vom ersten Rezept überflüssig. Im Urlaub in Spanien hat sich meine Schwipp-Nichte (nennt sich die Nichte meines Mannes so?) einen Lemon-Pie gewünscht. Sie macht gerade Abiprüfungen, da wollte ich ihr den natürlich nicht verwehren, quasi als süße Motivation während der Lernerei. Also habe ich erst einmal mein Pie-Rezept hergenommen und es dann angepasst. Bei allen drei Komponenten gibt es Änderungen, weniger Zutaten beim Teig, schnelleres Ergebnis bei der Zitronenfüllung und eine stabilere Baiserhaube zum Abschluss, das sind die Ergebnisse der Anpassungen.
Für den Teig habe ich auf mein bewährtes Mürbeteig-Rezept zurückgegriffen. Der deutsche Mürbeteig wird auch 3-2-1-Teig genannt, drei Teile Mehl, zwei Teile Butter und ein Teil Zucker. Ich habe ihn hier mit griechischem Joghurt zubereitet, weil ich den zur Hand hatte, aber man kann stattdessen auch ein ganzes Ei verwenden. Die gemahlenen Mandeln habe ich dafür weggelassen, auch ein Eiweiß weniger ist zu verwerten. Für die Zitronenfüllung habe ich quasi den Prozess an ein Lemon-Curd angepasst, zunächst werden einige Zutaten ohne Wasserbad zusammen angedickt und am Ende die restlichen Zutaten hinzugefügt. Besonders toll finde ich hieran, dass man den Pie mit Zitronenfüllung schon einen Tag im Voraus zubereiten kann. Nur das Baiser sollte man erst kurz vor dem Servieren auftragen. Aber auch hier habe ich eine stabilere Variante ausgesucht, durch die Erwärmung der Eiweißmasse mit Zucker wird sie deutlich stabiler und sollte locker 24 Stunden super aussehen und schmecken.
Dieser vereinfachter Lemon-Pie wird mit einem einfachen Mürbeteig, einer simplen Zitronenfüllung und stabileren Baiser zubereitet. Für den Mürbeteig Mehl und Zucker in einer großen Schüssel verrühren. Dann die kalte Butter in Stückchen draufsetzen. Alles schnell zu Krümeln verarbeiten. Den griechischen Joghurt hinzugeben, ggf. noch ein bis zwei Schluck Wasser hinzufügen. Alles zu einem glatten Teig verarbeiten und luftdicht verpackt mindestens eine halbe Stunde oder über Nacht kühlen. Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen, den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in einen großen Kreis ausrollen. Eine Pie- oder Tarteform (ca. 23-24cm) damit auskleiden. Mit der Gabel mehrmals in den Teig einstechen und auf mittlerer Schiene ca. 20-25min backen oder bis der Teig goldbraun ist, abkühlen lassen. Währenddessen für die Zitronenfüllung alle Zutaten bis auf Zitronensaft, -abrieb und Butter in einen Topf geben und auf niedriger mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen. Nach ca. 5min sollte die Masse anfangen anzudicken. Falls nicht, Hitze leicht erhöhen. Unter Rühren ca. eine Minute blubbern lassen, dann die restlichen Zutaten hinzugeben, gut verrühren und in die Pieform gießen. Es ist OK, wenn beide Komponenten noch warm sind. Auf Raumtemperatur kommen lassen, dann abgedeckt in den Kühlschrank geben. Man kann den Pie so vorbereitet auch über Nacht im Kühlschrank kühlen. Ich empfehle das Baiser erst kurz vor dem Servieren zu machen. Für das Baiser alle Zutaten in einen Topf geben, den man in ein Wasserbad stellen kann. Wasser vom Wasserbad erwärmen und unter Rühren so lange erhitzen, bis man keine Zuckerkristalle mehr, wenn man etwas zwischen den Fingern verreibt, spürt. Dann die Masse kalt schlagen bis eine feste, glänzende Masse entstanden ist. Auf dem Pie verteilen, mit dem Löffelrücken ein schönes Muster formen. Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen, Pie ca. 8-10min auf unterer Schiene einstellen bis das Baiser leicht gebräunt ist. Man kann das Baiser auch mit einem Bunsenbrenner abflämmen. Den Pie kann man bei Zimmertemperatur oder gekühlt servieren. Sobald man das Baiser verteilt hat, sollte der Pie innerhalb von 24h gegessen werden.Vereinfachter Lemon-Pie
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P.S. Für 18 weitere Rezepte mit Zitrusfrüchten, einmal hier lang.





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