Es gibt wieder mal einen Grund zu feiern, genau fünf Jahre ist es nun her, dass ich einen krassen Fahrradunfall mit Hirnbluten hatte. Details kannst du hier nachlesen. Da ich keine Folgeschäden davongetragen habe, müssen wir wieder mit Schokolade feiern: heute gibt es Original Sachertorte! Bereits 2014 hatte ich das große Glück in Salzburg im Café Sacher echte Sachertorte essen zu dürfen. Bis heute bin ich auf das Bild stolz, dass ich mit meiner damals sehr neuen Systemkamera geschossen hatte. Eines der ersten Bilder und dann gleich ein so gutes! Das Tortenstück besteht aus „Sachermasse“, was im Endeffekt ein reichhaltiger Schokoteig ist und wird von Marillenmarmelade (Aprikosenmarmelade) zusammengehalten und mit einer Schokoglasur garniert. Traditionell serviert man ungesüßte Schlagsahne oder auf Österreichisch „Schlagobers“ dazu, schon damals war es ein Traum diese Torte zu essen. Natürlich gibt es auch schon ein Rezept für Sachertorte auf dem Blog, aber irgendwie war ich in letzter Zeit inspiriert nochmal eine Version vorzustellen, die dem Original noch näher kommt. Nach dem Schauen des Films „Sachertorte“ auf Amazon (eine meiner Meinung nach nett gemachte romantische Komödie), in der der Hauptdarsteller täglich im Sacher Café in Wien Sachertorte isst in der Hoffnung, dass die Angebetete wie angekündigt ihren Geburstag dort feiern würde und er sie endlich wieder treffen kann, wurde ich wieder an diese Köstlichkeit erinnert. Also fing ich an zu recherchieren. Eine große Hilfe ist dabei natürlich das Rezept, das vom Hotel Sacher selbst online ist, um sich anzunähern. Aber auch hier werden Einschränkungen gemacht, ich zitiere: „Dieses Rezept ist nur eine Annäherung an das Original, das natürlich streng geheim bleiben muss!“
So, wie jedes Jahr gibt es nun also die Blogbilanz 2021. Ich mache hierbei beim Event, das von Feed me up before you go go veranstaltet wird, mit. Dabei beantwortet man insgesamt acht Fragen zum Foodblog. Hier also meine Antworten.
1. Was war 2021 dein erfolgreichster Blogartikel?
Die allerbesten schokoladigen Brownie-Cookies
Das bereits dritte Jahr in Folge sind diese schokoladigen Brownie-Cookies der absolute Dauerbrenner, gerade auch in der Weihnachtszeit. Das freut mich als Chocoholic natürlich. Dass diese Bananen-Schoko-Torte, die so ähnlich wie Maulwurfkuchen schmeckt, nur besser, es sogar auf Platz 3 geschafft hat, freut mich besonders, da dieses eines der „egoistischen“ Rezepte war, das ich mir nur ausgedacht habe, weil ich sie zu meinem eigenen Geburtstag gebacken habe. Manchmal zahlt es sich auch aus nicht so sehr danach zu schielen, was die Leser angeblich wollen, sondern einfach mal etwas zu kreiern, was einem selbst schmeckt und in meinem Fall ist das nun mal etwas mit Schokolade.
Erdbeer-Tiramisu-Torte! Also, wenn diese Torte nichts für den Muttertag ist, dann weiß ich auch nicht! Inspiriert wurde ich vom Erdbeer-Tiramisu bei Life is full of goodies, den kann ich übrigens auch total empfehlen, kam immer sehr gut an und wurde mehrmals explizit von Kollegen bestellt. Ich dachte mir, wenn man schon einen Erdbeer-Tiramisu machen kann, dann doch erst recht eine Torte, oder? Vorallem, wenn der Muttertag naht. Denn eine Kalorienbombe ist diese Torte ganz bestimmt. Aber dafür auch mit einem süßen Herzchen und sowieso ein solcher Schmaus! Übrigens komplett ohne rohes Ei oder Alkohol.
Es musste eine Pfirsichtorte her, und zwar eine aus meinem Geburtsland Uruguay. Um genauer zu sein, sogar aus meiner Geburtsstadt Paysandú. Postre chajá ist eine Pfirsichtorte, die nach einem uruguayischen Vogel benannt ist, nämlich dem chajá (auf Deutsch heißt dieser Vogel Halsband-Wehrvogel; die spanische Bezeichnung ist eine Lautmalerei, da er ähnlich zu einem „tschacha“ Schreie ausstößt). Unten seht ihr ein Bild. Warum, wieso und weshalb, erkläre ich im Beitrag.
Der Vogel chajá, der unter anderem in Uruguay beheimatet ist
Du bist auf der Suche nach günstigen Fotohintergründen, die deine Bilder ins rechte Licht rücken? Hier gibt es ganz handfeste Tipps wie du ganz einfach selbst welche erstellen kannst und glaub mir, ich habe handwerklich zwei linke Hände, wenn ich das hinkriege, kriegst du das auch hin! Und das für ganz wenig Geld, denn wenn du wie ich keine Lust hast viel Geld auszugeben, muss man kreativ werden! Dann lass uns mal loslegen:
1. Was für Materialien brauchst du?
- eine Spanplatte oder ein Holzbrett mit Mindestmaßen von 60cmx80cm (ich werde immer im Baummarkt fündig, da gibt es Reste von Zuschnitten für ganz wenige Euro zu erstehen, auch Spanplatten erhält man dort günstig)
- Einen breiten Pinsel oder einen kleineren Farbroller
- Lacke oder Wandmalfarbe deiner Wahl (für Hintergründe bieten sich eher neutrale Farben wie Weiß-, Grau- oder Braunstufen an, aber ich habe hier mal bewusst blau gewählt, denn auch mit kräftigen Farben lassen sich tolle Hintergründe schaffen)
- Schmiergelpapier/Schleifpapier in unterschiedlicher Stärke, ich habe Stärke 60, 320 und 800 verwendet
- Optional: einen Schwamm oder alternativ weiße Kreide
OK, ich oute mich, ich bin im WM-Fieber. Das liegt daran, dass mein Geburtstland Uruguay immer noch dabei ist, juchhei! Den ehemaligen Europameister Portugal rausgekickt, da finde ich kann man stolz sein! Deshalb hatte ich Lust Alfajores (auf Deutsch „alfachores“ ausgesprochen) zu machen. Alfajores stammen eigentlich aus Spanien, werden aber mittlerweile auch in den ehemaligen Kolonien Uruguay und Argentinien sehr gerne produziert. Die uruguayische Variante besteht aus einem Doppelkeks, der traditioneller Weise mit dulce de leche, das ist Karamellcreme aus gesüßter Kondensmilch, gefüllt wird. Der Doppelkeks besteht nicht aus klassischem Mürbeteig, sondern wird mit Maisstärke gemacht, wodurch er sehr schön mürbe wird. Ich musste mich als bekennender Chocoholic natürlich auf die Schokovariante konzentrieren, bei der der Doppelkeks nochmal in geschmolzene Schokolade eingetaucht wird. Offiziell heißen sie dann alfajores marplatenses, mar de plata (auf Deutsch Silbermeer) bezeichnet die wohl östlichste Region Argentiniens. Alfajores sind so etwas wie der Standard-Keks aus Uruguay und Argentinien, man kann ihn überall kaufen und er wird sehr gerne als Snack gegessen. Auch als Souvenir wird er gerne an Touristen verkauft. Meine Schokovariante hält sich gut, da die Schokoschicht als Schützhülle den Keks gut verschließt. Ich hoffe jedoch, dass deine Alfajores genauso schnell weggefuttert sind wie bei mir.
Schon mal vom Eton College in Großbritannien gehört, dem berühmten Jungeninternat? Die haben doch tatsächlich ein Dessert erfunden, es nennt sich Eton Mess und besteht aus Erdbeeren, Schlagsahne und kleingebrochenem Baiser. Traditionellerweise wird es zum jährlichen Cricket Match gegen die Harrow School serviert. Ich habe es nachgeschaut, das Spiel findet heute statt, am 23. Juni 2018. Ich habe das berühmte Dessert ein wenig abgewandelt, statt Erdbeeren, Sahne und Baiser gibt es bei mir noch leckeren Biskuit, deshalb also Eton Mess Cake.
Wenn du mir mitten in der Nacht die Pistole auf die Brust setzen würdest und mich aus dem Schlaf reißt mit der Frage welches wohl der deutscheste Kuchen sei, würde ich wahrscheinlich schlaftrunken „Schwarzwälder Kirschtorte“ antworten. Es ist einfach DIE deutsche Torte. Warum?














