Espumillas aus Ecuador

Espumillas aus Ecuador

Ich habe mich schon lange auf diesen Beitrag gefreut, endlich darf ich etwas aus Ecuador vorstellen. Und dann gleich noch so etwas Abgefahrenes wie Espumillas, was man als Schaumküsse übersetzen kann. Schaumküsse scheint mir ein sehr passender Begriff. Denn was wir hier aufschlagen, ist Eiweiß, was mit Früchtepüree gemischt wird. Espumillas werden auf den Straßen in Ecuador zuhauf verkauft, insbesondere in der Hauptstadt Quito. Fast immer ganz klassisch in Eiswaffeln, sodass man tatsächlich denkt, es wäre Eis. Dabei erinnert es mehr an Mashmellows oder an fruchtigen Eischnee, der mit Zucker aufgeschlagen wird. Normalerweise macht man es sich ganz einfach und schlägt zeitgleich zum Eischnee auch den Früchtepüree mit auf. Was mich dabei jedoch ziemlich gestört hat, war die Tatsache, dass man extrem viel Zucker braucht, damit die Masse halbwegs fest bleibt. Deshalb entschied ich mich für eine andere Variante.

Espumillas aus EcuadorMeine Variante ist tatsächlich komplizierter und braucht etwas Zeit. Zunächst reduzieren wir den Früchtepüree, sodass er nochmal intensiver im Geschmack ist. Außerdem entschied ich mich das Eiweiß mit dem Zucker im Wasserbad zu erwärmen und erst dann steif zu schlagen, dadurch wird er stabiler und hält besser. Vielleicht nicht gerade die einfachste Variante, aber meiner Meinung nach wirklich extrem lecker.

Espumillas aus EcuadorAußerdem mache ich hiermit bei der kulinarischen Weltreise mit, was ein Event ist, das vom Blogger Volker ausgerichtet wird. Weitere Infos findet man hier. Dass ich natürlich dabei bin, wenn es um Südamerika geht, war ja klar. Es gibt auf meinem Blog eine eigene Kategorie mit lateinamerikanischen Rezepten. Aber nun zurück zu den Espumillas. Wie gesagt erinnern sie mich irgendwie an Mashmallows, so schön fluffig und leicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie auch super mit Himbeeren schmecken.

Blogger Aktion

Espumillas aus Ecuador

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Serves: 4
Prep Time: 50min Cooking Time: 30min Total Time: 40min

Espumillas aus Ecuador sind eine Art Kreuzung zwischen Eischnee und Marshmallow mit Erdbeergeschmack.

Ingredients

  • 500g Erdbeeren (oder andere Beeren)
  • 20g Speisestärke
  • 60g Eiweiß oder Eiweiß von zwei großen und frischen Eiern
  • 80g weißer Zucker
  • Eiswaffeln, Steusel, Schokosoße und ähnliches zur Dekoration

Instructions

1

Die Erdbeeren waschen, vom Grünzeug befreien, in Stücke schneiden und in einem kleinen Topf ca. 15-20min köcheln lassen, sodass möglichst das ganze Wasser verdampft und ein dickflüssiger Püree entsteht. Zum Ende der Kochzeit die Speisestärke in etwas Wasser auflösen. Dann zu den Erdbeeren dazugeben und ca. eine Minute unter Rühren mitköcheln lassen. Abkühlen lassen.

2

Dann das Eiweiß mit dem Zucker in eine Schüssel geben, die für ein Wasserbad genutzt werden kann. Über dem Wasserbad ca. 5min den Zucker auflösen. Dann noch warm zu Eischnee schlagen bis die Masse kalt und glänzend ist, das kann durchaus bis zu 10min dauern. Wenn der Eischnee gut steif ist, löffelweise die abgekühlte Erdbeermasse unterrühren.

3

Entweder mit einem Löffel oder per Spritztülle in Eiswaffeln geben, mit z.B. Schokosoße und Streusel dekorieren und am besten sofort genießen.

Espumillas aus Ecuador

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11 Kommentare

  • Antworten
    Petra aka Cascabel
    Donnerstag, der 15. Juli 2021 at 13:01

    Das ist ja interessant, Espumillas sind mir tatsächlich noch nie begegnet. Die Konsistenz kann ich mir ganz gut vorstellen, die dürfte ähnlich der Baisercreme der Vasa Torte sein, die ich beim Serbien-Event entdeckt habe – die fand ich tatsächlich klasse. Das Rezept nehme ich mir jedenfalls mal mit, danke 🙂

  • Antworten
    Ulrike
    Freitag, der 16. Juli 2021 at 08:19

    Was für ein interessanter Beitrag! Ich glaube nicht, dass ich mir so viel Arbeit mache, auch wenn man mit einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis belohnt wird.

  • Antworten
    Gabi
    Samstag, der 17. Juli 2021 at 08:43

    Auf genau diese Espumillas bin ich in Ecuador reingefallen: Was haben die denn für ein Eis hier, das nicht schmilzt, wenn es bei 30 Grad in Waffeln durch die Straßen getragen wird??? Die warne tatsächlich extremst süß – ich glaube, diene Variante schmeckt mir besser 🙂

  • Antworten
    Kathrina
    Mittwoch, der 21. Juli 2021 at 10:08

    Boah, das ist ja echt genial. Das ist genau mein Geschmack. In Dänemark gibt es glaube ich so etwas Ähnliches. Allerdings als Sahneersatz auf dem Eis. Zumindest stelle ich mir deine Espumillas von der Konsistenz genauso vor.

  • Antworten
    Britta von Backmaedchen 1967
    Mittwoch, der 21. Juli 2021 at 15:02

    Boah, dass ist ja jetzt voll gemein wenn man das so sieht, das würde ich jetzt zu gerne mal probieren wollen. Vielleicht probiere ich mal dein Rezept aus, wenn es hier mal ruhiger ist und ich dafür Zeit habe. Es hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht.
    Liebe Grüße
    Britta

  • Antworten
    Britta Koch
    Mittwoch, der 21. Juli 2021 at 22:47

    Deine Espumillas sehen ja super aus. Auf den ersten Blick fragte ich mich, wie ein Eis ein Schäumchen sein kann, wurde aber nach dem Lesen eines besseren belehrt.

    Wenn ich mal ganz viel Langeweile habe, mache ich die Espumillas vielleicht mal nach.

    Liebe Grüße
    Britta

  • Antworten
    Simone von zimtkringel
    Sonntag, der 25. Juli 2021 at 13:15

    Hui, Espumilla kannte ich tatsächlich auch noch nicht. Das ist ja interessant! Das würde ich jetzt gerne mal probieren. Also jetzt, wie in jetzt sofort und auf der Stelle!
    Liebe Grüße
    Simone

  • Antworten
    Susanne
    Sonntag, der 25. Juli 2021 at 14:50

    Ich kannte das auch noch nicht – und es liest sich so genial. Wenn ich mal die Muße habe, dann mache ich dir das nach.

  • Antworten
    Tina von Küchenmomente
    Montag, der 26. Juli 2021 at 15:35

    Genau deshalb liebe ich diese Aktion! Man lernt immer wieder etwas Spannendes kennen. Dein Espumilla ist das beste Beispiel dafür! Ich steh ja auch den ganzen Süßkram und werde das Rezept garantiert ausprobieren.
    Liebe Grüße
    Tina

  • Antworten
    Dirk
    Mittwoch, der 18. August 2021 at 13:55

    Wenn ich das lese und sehe sagt alles in mir „Gartenparty“ – allerdings ist mir dann vollkommen unklar, wer das zubereiten soll. Aber es wird einen Weg geben. An sich ist das doch super, ist wohlschmeckend, sieht toll aus und lässt sich auch noch unfallfrei herumtragen.

    • Antworten
      Jenny
      Mittwoch, der 18. August 2021 at 14:37

      Gartenparty, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen… hihi!

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