Heute gibt es deutsche Apfelweintorte. Das bedeutet einmal ein Mürbeteig, der alles zusammenhält, dann eine dicke Schicht Apfelstückchen, die in einem Vanillepudding eingebunden wurden, und obenauf leckere Zimtsahne. Ich muss sagen, wow, der Kuchen ist echt sehr lecker, viel besser, als ich gedacht hatte. Jetzt verstehe ich, warum der so gerne beim Bäcker verkauft wird. Ich, die sonst nur ein kleines Probierstück nimmt, musste hier sofort Nachschlag holen. Dieser Apfelweinkuchen ist einfach zu gut! Perfekt für die Apfelzeit.
Bayrischer Kartoffelsalat! Das bedeutet Kartoffeln mit Brühe, nicht Mayo! Als Person, die zunächst mit norddeutschem Kartoffelsalat aufgewachsen ist, muss ich sagen, Kartoffelsalat mit Brühe und Essig hat echt was, ich mag bayrischen Kartoffelsalat sehr gerne, da hier der Hauptfokus ganz klar auf den Kartoffeln liegt. Hast du Lust ihn nachzumachen?
Meine Oma war eine begnadete Köchin und zauberte die schönsten Kuchen. Ich habe von ihr ein Rezeptbuch vermacht bekommen nachdem sie gestorben ist, das ich hoch in Ehren halte. Heute stelle ich einen Käsekuchen vor, den ich in ihrem Rezeptbuch gefunden habe. Sie nennt ihn „Quarckkuchen“. Bei dem Rezept gibt es, man höre und staune, tatsächlich Mengenangaben. Ein ganzes Kilo Quark soll in den Teig. Aber die Zubereitungsschritte sind sehr karg gestaltet, eine Ofentemepratur findet sich natürlich nicht. Also habe ich jetzt einfach kurzerhand alles, was ich zum Thema Käsekuchen ohne Risse gelernt habe, umgesetzt und siehe da, der Kuchen hat keinen einzigen Riss bekommen und sieht traumhauft gut aus. Oma, ich würde dir zu gerne ein Stück geben, aber leider geht das ja nicht.
Achtung, Achtung, hier gibt es Springerle OHNE Anis, aber mit Vanille- und Orangengeschmack. Das liegt einfach daran, dass ich Anis überhaupt nicht mag, aber unbedingt mal endlich diese famosen Springerle ausprobieren wollte. Ich kann dich beruhigen, die Anisversion habe ich extra mit dazugeschrieben, wenn du es ganz traditionell haben willst. Diese Plätzchen aus Baden-Würrtemberg haben mich schon eine Weile beschäftigt. Wenn man Wikipedia glauben will, gibt es Springerle schon seit dem Mittelalter, ich bin irgendwann über diese „Model“ gestolpert als ich in München auf einem Jahrmarkt (Auer Dult) unterwegs war. Salopp gesagt sind Springerle Kekse mit einem Keksstempel und die Model eben diese Keksstempel. Die Model wurden in der Vergangenheit mit viel Liebe aus Birnenholz geschnitzt und von Generation zu Generation weitergegeben. Wie ich nun gelernt habe, wurden Springerle mitnichten nur zu Weihnachten zubereitet, sondern sind als Festtagsgebäck klassifiziert, d.h. es gab sie zu allem möglichen hohen Feiertagen, inkl. Hochzeiten. Entsprechend gibt es eine schier endlose Auswahl an Motiven. Ich habe meine Model beim Holzstandl auf der Auer Dult erstanden, aber auf Etsy gibt es auch eine große Auswahl. An Springerle mag ich, dass man sie nur schrittweise zubereiten kann, insgesamt sollte man drei Tage einplanen. Fertig gebacken dauert es dann nochmal ein paar Wochen bis sie weich sind und ihren vollen Geschmack entfalten, d.h. schon jetzt kann man starten, wenn man sie zu Weihnachten essen möchte.
Heute gibt es Rahmkuchen. Das Rezept hat mir netterweise Susanne zugesteckt, ich kannte Rahmkuchen bisher noch nicht. Erst nachdem ich ein wenig recherchiert habe, habe ich festgestellt, dass es sich hierbei um einen Käsekuchen handelt, der mit Sauerrahm (saurer Sahne) zubereitet wird. Ich mag an diesem Kuchen, dass er a) ein recht unempflindlicher Käsekuchen ist, sprich, er trotz recht hoher Backtemperatur keine Risse entwickelt und auch kein Wasserbad braucht. Außerdem ist er b) durch den Rahm irgendwie milder, nicht so säuerlich wie z.B. ein Käsekuchen mit sehr hohem Quarkanteil. Und Nr. 3, dass der Boden nicht vorgebacken werden muss. Gründe genug ihn auszuprobieren?
Auf die Gefahr hin, dass keiner mehr Plätzchen sehen will, kommt kurz vor knapp noch eines um die Ecke: Haselnuss-Kipferl nach dem Rezept einer lieben Dame aus München. Ich liebe ja Rezepte, die ich zugesteckt bekomme, dazu gehören diese Heidesand-Plätzchen als auch die Dresdner Eierschecke. Heute habe ich die besondere Ehre ein Rezept einer Münchner Dame vorzustellen, die sich von ihrem Sohn Kipferl gewünscht hat, weil sie im Altenheim nicht die Chance hat welche selbst zu backen. Ihr Sohn hat dann aus lauter Verzweiflung bei der Plattform Nebenan.de nachgefragt, ob jemand Bäckereien kennt, die selbstgemachte Plätzchen verkaufen, um ihr welche zu kaufen, selber backen schien ihm zu schwierig. So kam eines zu anderen. Am Ende durfte ich nach ihrem Rezept diese Kipferl backen, natürlich hat sie eine Ladung von mir geschenkt bekommen.
Heute gibt es Schoko-Nougatstangen. Die hat mal eine Kollegin in der Adventszeit mitgebracht. Als Chocoholic war ich natürlich begeisert und wollte gleich das Rezept haben. Als ich es mir dann so durchlas, wusste ich sofort, das klingt nach Dr. Oetker! Also kramte ich mein altes Dr.Oetker Backbuch aus den 80ern hervor und siehe da, tatsächlich fand ich das Rezept auch dort. Mittlerweile hat Dr. Oetker es auch online veröffentlicht. Mir schmecken diese mürben Schokostangen mit Nougatfüllung ganz vorzüglich. Hier muss der Teig auch nicht kühlen, sondern man kann gleich weitermachen.
Heute gibt es mit Marmelade gefüllte Lebkuchenherzen! Pssst, sie sind, wenn du möchtest, sogar vegan, weil der Teig ohne Ei auskommt. Ist dir das jemals schon passiert, dass du dachtest, du könntest gekaufte Kekse niemals so gut zu Hause nachbacken? Mir ging es lange so mit gefüllten Lebkuchenherzen. Ich habe oft schon im Oktober (hüstel) welche erstanden, wenn es sie bereits im Supermarkt gab. Ich liebe einfach diesen frischen Geschmack durch die Marmelade. Tja, und als ich wieder mal genüsslich ein Herz aß, dachte ich, ich werde mal das Internet konsultieren und schauen wie man die macht. Tja, und dann war ich total überrascht, dass sie doch gar nicht so schwer waren wir erwartet. Im Endeffekt macht man Lebkuchenteig (kann ich) und sticht daraus die Herzen. Auf das untere Herz gibt man etwas Marmelade, dann legt man das zweite Herz obenauf, bäckt das Ganze und tunkt die Herzen noch in Schokolade: Voilá!
Heute habe ich ganz klassischen gedeckten Apfelkuchen aus Deutschland dabei. Dünner Mürbeteig als Boden und Deckel, gaaanz viele Äpfel als Füllung und natürlich die Puderzuckerglasur, wer will ein Stück? Manchmal hat man einfach Lust auf einen guten alten Klassiker, das ging zumindest mir so. Die Apfelzeit ist angebrochen, also habe ich überlegt, was ich gerne essen würde und wusste ziemlich schnell, ich will klassischen gedeckten Apfelkuchen bitte!
Als ich euch in meinen Stories bei Instagram gezeigt habe wie ich diesen Apfelstrudel mache, kamen so viele Reaktionen und Fragen nach dem Rezept, dass ich kurzerhand beschloss es hier zu veröffentlichen. Strudel ist einer dieser Teige, die vielen Angst macht, mir auch. Aber wie bei fast allem, Übung macht den Meister. Mein erster Strudel war auch nicht sonderlich hübsch und sah unförmig aus, aber je öfter man übt, desto besser wird man. Also nicht verzweifeln. Vielleicht sieht dein Strudel auch nicht so hübsch aus, meist tut es dem Geschmack keinen Abbruch. Denn das, was ich an Strudel so liebe, ist, dass hier der Teig eine untergeordnete Rolle spielt. Strudel ist im Endeffekt Obst, dass von einer dünnen Teigschicht umhüllt wird, aber die Hauptkomponente sind definitiv die Früchte selbst.




















