Die besten Nanaimo-Bars aus Kanada

Nanaimo Bars

Hast du schon mal von Nanaimo-Bars gehört? Das sind ganz wunderbare Schnitten, für die man den Ofen nicht anmachen muss. Die unterste Schicht besteht aus verkrümelten Keksen, ganz vielen Nüssen und geschmolzener Butter. Darauf kommt dann eine leckere Puddingschicht und den Abschluss bildet geschmolzene Schokolade. Klingt gut? Ist gut! Und ich muss ja zugeben, ich bin kein großer Kokosfan. Aber hier stören die Kokosflocken nicht wirklich, da sie mit Walnüssen kombiniert werden. Nanaimo-Bars schmecken genauso gut wie sie aussehen!

Nanaimo BarsNach meinem Abitur habe ich so eine Art freiwilliges soziales Jahr in Kanada verbracht. Ich finde, viele Deutsche lieben Kanada, zumindest reden viele sehr begeistert von kanadischen Urlauben, egal in welche Richtung es ging. Ja, Kanada hat definitiv viel zu bieten, wilde, weite und unberührte Natur, dann diese charakteristische Offenheit; Kanadier haben eine besondere Charme, mit der sie einen um den Finger wickeln. Aber wehe, man fängt an sie mit den Amis zu vergleichen oder gar gleichzusetzen, dann darf man sich auf eine Verteidigungsrede gefasst machen. Als erstes wird Tim Hortons genannt, so eine Art Starbucks/Dunkin Donuts, das es nur in Kanada gibt, sie fühlen sich auch weiterhin der englischen Queen verbunden, es fallen dann Begriffe wie “Commonwealth” und, natürlich, kommt das Thema Krankenversicherung auf den Tisch. Denn im Gegensatz zu USA ist auch in Kanada die gesetzliche Krankenversicherung verpflichtend.

Wie dem auch sei, ich bin mir sicher, dass du im Gespräch mit einem Kanadier auf jeden Fall über Essen reden wirst. Kanadier sind stolz auf ihr Essen. Während meiner Zeit als Freiwillige in Britisch Kolumbien habe ich en masse Lachs gegessen, ich glaube, ich werde nie wieder so lange so viel Lachs essen. Oder dann Ahornsirup, jawoll, Ahornsirup wird über alles gegossen, über Bacon, Kartoffelbrei oder aber der Kaffee damit gesüßt.

Während meiner Zeit in Kanada musste ich also auch Nanaimo-Bars essen. Sie stammen aus Britisch Kolumbien von der Insel Victoria Island. Die unterste Schicht wird normalerweise mit Kokosflocken, Pekannüssen, schlichten Butterkeksen und geschmolzener Butter zubereitet. Da Pekannüsse nicht ganz so einfach in Deutschland aufzutreiben sind, habe ich stattdessen Walnüsse genommen, aber ich bin mir sicher, dass jegliche Nüsse wunderbar harmonieren.

Nanaimo BarsDie zweite Schicht wird in Kanada leider oft bereits abgepackt gekauft, was ja so gar nicht meins ist. Ganz ehrlich, Pudding selbst zuzubereiten ist gar nicht schwer und schmeckt so viel besser! Und so mega süß mag ich es ja sowieso nicht, deshalb lieber selber machen, denn die Kanadier haben wie die Amis einen extrem süßen Zahn.

Die dritte Schicht besteht dann aus geschmolzener Schokolade und ein wenig Kokosfett, damit die Schnitten sich besser schneiden lassen. Wer mag, kann noch ein wenig Meersalz hernehmen, um einen tollen Kontrast zur Schokolade zu schaffen und voila, hat man also Nanaimo-Bars. Sie haben wirklich alles, sind schön crunchy, cremig, mit Schokolade, was will man mehr? Ich bin mir sicher, dass du sie wieder machen wirst, nachdem du den ersten probiert hast. Willkommen in Kanada und das ganz ohne backen!

Nanaimo Bars

Die besten Nanaimo-Bars aus Kanada

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Serves: Eine rechteckige Form mit 24x24cm Cooking Time: 30min Vorbereitung + mehrere Stunden kühlen

Ingredients

  • Nussschicht
  • 120 gr Walnüsse oder Pekannüsse, es gehen auch andere Nüsse
  • 120 gr Butterkekse oder andere schlichte Kekse
  • 125 gr Butter
  • 30 gr brauner Zucker
  • 30 gr Backkakao
  • 100 gr Kokosflocken

  • Puddingschicht
  • 50 gr + 50 gr Milch
  • 100 gr Sahne
  • 2 Eigelb
  • 15 gr Speisestärke
  • 15 gr Mehl, Type 405
  • 125 gr weiche Butter
  • 20 gr Puderzucker

  • Schokoschicht
  • 200 gr Zartbitterschokolade
  • 1 EL Kokosfett

Instructions

1

Zunächst für die Puddingschicht 125 gr Butter abwiegen und auf Zimmertemperatur stehen lassen. Dann 50gr Milch mit der Sahne aufkochen. Derweil Eigelb mit den restlichen 50gr Mehl mit Speisestärke und Mehl in einer kleinen Tasse verrühren bis man keine Klümpchen mehr hat. Sobald die Milch-Sahne-Mischung aufgekocht ist, die Eigelb-Mischung hinzufügen und auf mittlerer Hitze so lange verrühren bis die Masse sehr andickt. Mit Frischhaltefolie bedecken und abkühlen lassen.

2

Für die Nussschicht die Nüsse grob hacken und die Kekse entweder per verschlossener Tüte und Nudelholz oder im Kleinhäcksler fein verreiben. Dann die Butter mit dem Zucker und Kakao in einem Topf auf mittlerer Hitze schmelzen, dabei gut rühren. Sobald die Butter geschmolzen ist, die Nüsse, Kekse und Kokosflocken dazugeben und alles gut miteinander vermischen.

3

Eine 24x24cm Backform mit Backpapier belegen und die Mischung per Löffel oder Glasboden gut auf dem Backformboden verteilen. Sofort in den Kühlschrank stellen.

4

Nun die weiche Butter von Punkt 1 ca. 5min mit dem Rührgerät aufschlagen, sie sollte eine fast weiße Farbe bekommen. Dann Puderzucker hinzufügen und esslöffelweise den vorbereiteten Pudding einrühren. Am Ende nochmal alles zusammen mindestens eine weitere Minute per Mixer verrühren. Den Pudding auf der Nussschicht verteilen und erneut für mindestens eine Stunde oder über Nacht kühlen.

5

Für die Schokoschicht die Schokolade mit dem Kokosfett auf kleiner Hitze schmelzen, dabei umrühren. Dann auf der Puddingschicht verteilen und hart werden lassen, ggf. mit Meeressalz bestreuen. Die Nanaimo-Bars schmecken gekühlt besonders gut und lassen sich dann auch besser schneiden.

Notes

Keine Ahnung, was du mit übrig gebliebenem Eiweiß machen sollst? In diesem Blogpost gibt es ganz viele Tipps inkl. wie einzufrieren.

Nanaimo Bars

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