Heute ist Donut Day oder Doughnut Day und ich feiere mit Donuts aus Argentinien oder Uruguay. Ich habe heute bolas de fraile oder berlinesas mitgebracht. Sie sind, wie der Name schon andeutet, sehr ähnlich zu den deutschen Berlinern, Berliner Pfannkuchen, Kreppl, Krapfen, oder wie auch immer man diese Teilchen nennen möchte. Wichtigster Unterschied: die Füllung. Da kann man nicht auf dulce de leche, also Karamellcreme aus gezuckerter Milch, verzichten. Außerdem rollt man die gesamten Donuts in Zucker statt dass man die obere Hälfte mit Puderzucker bestäubt. Man behauptet, dass deutsche Immigranten diese Donuts nach Lateinamerika mitgebracht haben. Auch wenn ich vermute, dass sie in einer ähnlichen Form schon vorher gemacht wurden (bolas de fraile bedeutet wortwörtlich übersetzt Mönchsbällchen), so sind sie sicherlich wieder durch die deutschen Immigranten ins Gedächtnis gerufen worden. Stellt euch also ein auf wunderbar weiche und fluffige Hefeteilchen, die frittiert und mit dulce de leche befüllt werden, bevor man sie in Zucker wälzt.
Heute gibt es die große Schule der Empanadas, das sind gefüllte Teigtaschen aus Südamerika. Empanadas, das kann man wohl guten Gewissens sagen, sind DER Snack schlechthin, wenn man nach Lateinamerika reist. An jeder Straßenecke werden sie verkauft und in stundenlanger Arbeit liebevoll per Hand zubereitet. Empanadas sind, das muss man gleich vorweg sagen, ein Haufen Arbeit, der Teig als auch die Füllung sind zu erstellen, dann müssen die Teigkreise ausgerollt oder gepresst, die Empanadas verschlossen und zu guter Letzt endlich gebacken oder frittiert werden. Natürlich stammen Emapanadas wie so viele Gerichte eigentlich aus Spanien. Dort ist insbesondere die aus Galizien bekannt, die aber vergleichbar ist mit einem Pie aus USA. Der Teig wird normalerweise in einer großen runden Kuchenform zubereitet und dann traditionell mit Hähnchen und Champignons gefüllt. Oft findet man obenauf ein schönes Muster oder geflochtene Elemente. Mit den Teigtaschen aus Lateinamerika hat diese Vorlage aber nicht mehr ganz so viel gemeinsam. Aber lass uns anschauen, was Empanadas aus Südamerika ausmacht. Am Ende dieses Artikels gibt es natürlich jede Menge Rezepte zum Nachbacken.
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Heute gibt es den perfekten Snack aus Lateinamerika: Empanadas! Empanadas sind Teigtaschen, die ganz viele unterschiedliche Füllungen haben können. Ich stelle hier eine Version aus Argentinien vor mit Rindfleisch und Kartoffeln. Aber es gibt so viele verschiedene Füllungen wie Sand am Meer. Natürlich habe ich hier auch schon andere Versionen vorgestellt: uruguayische Empanadas mit Rindfleischfüllung, bolivianische Empanadas mit Hühnchen, die salteñas genannt werden, Empanadas aus Kolumbien, die frittiert werden und auch eine süße Empanada-Variante mit Karamellfüllung. Den Empanadas aus Argentinien und Uruguay ist gemein, dass sie meist aus Weizenmehl gemacht und im Ofen gebacken werden. Das ist mir persönlich immer am liebsten. Empanadas kann man auch super einfrieren, man muss sie dann nur länger backen und kann sie so ganz frisch genießen.
Es ist World Bread Day und diesmal habe ich etwas ganz Besonderes mitgebracht, Plunderteilchen aus Argentinien, facturas argentinas! In Argentinien findet man die an jeder Ecke, jede Bäckerei führt die Plunderteilchen in diversen Ausführungen. Oft isst man sie zum Frühstück oder mit ein bisschen Mate-Tee als Snack. Die Teilchen werden mit verschiedenen Sachen gefüllt: Quittenpaste (dulce de membrillo), dem Karamell namens dulce de leche oder Pudding. Egal ob gerollt, gefaltet oder zum Croissant geformt, was den Teilchen gemeinsam ist, ist der Teig. Es ist im Endeffekt Plunderteig, der aber in einer Blitzversion daherkommt, da die Butter nicht als ganzes als eine Platte eingearbeitet wird, sondern bereits in den Hefeteig als Flocken hineinkommt. Erst dann wird er touriert (das ist der Fachbegriff, wenn der Teig wieder und wieder gefaltet wird, sodass man nachher diese typisch blättrige Konsistenz erhält). Deshalb nenn ich ihn jetzt mal einfach Blitz-Plunderteig.
Chocotorta aus Argentinien ist so eine Art Kalter Hund auf argentinische Art. Diese Torte wird nicht gebacken, sondern man schichtet Schokokekse (in Argentinien „chocolinas“ genannt) mit der Karamellcreme dulce de leche, die mit Frischkäse vermischt wird. In diesem Fall mache ich die Schokokekse selbst, deshalb komme ich nicht ganz ohne backen aus. Chocotorta wird in Argentinien oft anstelle des Geburtstagskuchens gereicht und ist, wie kann es anders sein, auch wirklich schnell gemacht, wenn man Schokokekse, dulce de leche und Frischkäse parat hat. Ich habe dem Ganzen noch eine kleine Schicht Ganache verpasst und mit weiterer Karamellcreme dekoriert, aber natürlich kann man die Torte auch schlicht lassen.
Kennst du Quittenpaste? Hier in Deutschland auch manchmal als Quittenbrot bekannt, ist dies ein altmodisches Konfekt. Ich habe ein Rezept dafür. Hier oft zu Rauten geschnitten, wälzt man sie anschließend noch in etwas Zucker und serviert sie auf dem Weihnachtsplätzchenteller. Lustigerweise ist Quittenpaste oder Quittenbrot nicht nur im deutschsprachigen Raum bekannt, sondern ebenso auch in Spanien als „dulce de membrillo“ (aus Quitten gemachte Süßigkeit) oder in meinem Geburtsland Uruguay auch als „postre Martín Fierro“ (Nachtisch Martin Fierros). Die Grundidee ist auch hier die gleiche, man streicht die fertige Paste entweder auf ein Blech oder in eine Kastenform und wartet dann bis sie trocken ist. Im Unterschied zu Deutschland wird hier die Quittenpaste jedoch nicht in Zucker gewälzt, sondern pur und zusammen mit Käse gegessen. Gerne nimmt man dafür einen kräftigen Käse, wie zum Beispiel Cheddar. In einigen Regionen Spaniens wird auch gern Ziegenkäse hergenommen.
Heute geht es um selbstgemachte dulce de leche. Noch nie gehört? Das ist spanisch und kann wortwörtlich als das „Süße der Milch“ übersetzt werden. Dulce de leche ist eine streichfähige Creme aus gesüßter Milch, deshalb auch der Name, und kommt geschmacklich traditionellem Karamell sehr nahe. Es ist sowas wie die Nutella Südamerikas und wird mit allem und auf allem serviert, egal ob Süßspeise, mit Käse oder als Süßungsmittel für Kaffee.
Leute, es musste mal wieder ein Rezept aus meinem Geburtsland her, darf ich vorstellen: klassische Alfajores aus Uruguay! Alfajores sind so etwas wie der Standard-Cookie in Uruguay und Argentinien. Sie bestehen aus einem Mürbeteig-Doppeldecker, werden mit einer Karamellcreme namens dulce de leche befüllt und am Ende noch in Kokosflocken getunkt. Wenn du Lust auf einen etwas anderen Keks hast, dann kann ich dir auf jeden Fall Alfajores empfehlen, deine Familie, Freunde und Bekannte werden begeistert sein!
Also, um das nochmal genauer zu beschreiben, nein, das hier ist kein Standard-Mürbeteig, denn um den Cookie so wunderbar mürbe zu machen, ist es in Südamerika üblich Maismehl zu verwenden. Mais wird viel und gerne in Südamerika benutzt, schließlich kommt Mais auch aus der Region, kein Wunder, dass Maismehl deutlich mehr verwendet wird als zum Beispiel Weizenmehl. Durch das Maismehl wird der Teig besonders toll mürbe und ist wunderbar schmelzend. Ich habe ihm noch echte Vanille zugefügt, damit er einen ganz besonderen Geschmack erhält.
OK, ich oute mich, ich bin im WM-Fieber. Das liegt daran, dass mein Geburtstland Uruguay immer noch dabei ist, juchhei! Den ehemaligen Europameister Portugal rausgekickt, da finde ich kann man stolz sein! Deshalb hatte ich Lust Alfajores (auf Deutsch „alfachores“ ausgesprochen) zu machen. Alfajores stammen eigentlich aus Spanien, werden aber mittlerweile auch in den ehemaligen Kolonien Uruguay und Argentinien sehr gerne produziert. Die uruguayische Variante besteht aus einem Doppelkeks, der traditioneller Weise mit dulce de leche, das ist Karamellcreme aus gesüßter Kondensmilch, gefüllt wird. Der Doppelkeks besteht nicht aus klassischem Mürbeteig, sondern wird mit Maisstärke gemacht, wodurch er sehr schön mürbe wird. Ich musste mich als bekennender Chocoholic natürlich auf die Schokovariante konzentrieren, bei der der Doppelkeks nochmal in geschmolzene Schokolade eingetaucht wird. Offiziell heißen sie dann alfajores marplatenses, mar de plata (auf Deutsch Silbermeer) bezeichnet die wohl östlichste Region Argentiniens. Alfajores sind so etwas wie der Standard-Keks aus Uruguay und Argentinien, man kann ihn überall kaufen und er wird sehr gerne als Snack gegessen. Auch als Souvenir wird er gerne an Touristen verkauft. Meine Schokovariante hält sich gut, da die Schokoschicht als Schützhülle den Keks gut verschließt. Ich hoffe jedoch, dass deine Alfajores genauso schnell weggefuttert sind wie bei mir.
Pizza! Deep-dish-Pizza aus Uruguay! Ich bin mir sicher, dass keiner von euch das schon mal gehört, geschweige denn gegessen hat. Darf ich vorstellen? Gourmet „Torta de Fiambe“ (Schinken- und Käsepizza a la Calzone), die aus Uruguay stammt und normalerweise aus einer Art Pizzateig, auf den Schinken und Käse geschichtet werden und mit einem weiteren Teigdeckel verschlossen wird, besteht. Im Mittelpunkt stehen der geschmolzene Käse, Schinken von guter Qualität und ein Pizzateig, der an Empanadateig erinnert: knusprig und gleichzeitig buttrig. Dem habe ich nun mein persönliches I-Tüpfelchen aufgesetzt, indem ich Tomaten, gekochte Eier und die uruguayische Gewürzmischung namens Chimichurri hinzugefügt habe. Ich hoffe, du hast Lust auf diese Mischung aus Calzone, Quiche, Pie und Pizza. Zumindest habe ich mir gedacht, dass dieses Rezept was Gutes für das Blogevent „You had me at pizza!“ von Marcs Blog Bake to the Roots wäre.
Uruguay ist das Land, in dem ich geboren wurde. Meistens hat niemand eine Ahnung, was es dort für typische Speisen gibt, oft scheitert es an der korrekten Einordnung auf welchem Kontinent das Land liegt (Südamerika). Deshalb freue ich mich umso mehr hier eine uruguayische Köstlichkeit vorstellen zu dürfen. Kurz und knapp gesagt ist die uruguayische Küche stark von der spanischen und italienischen Küche beeinflusst. Außerdem exportiert Uruguay Rindfleisch. Wusstest du, dass es vier Mal mehr Rinder als Menschen in Uruguay gibt? Ich kann dir garantieren, dass du Probleme in deinem Uruguayurlaub haben wirst, solltest du Vegetarier oder gar Veganer sein, denn wenn es etwas in Uruguay en masse gibt, dann ist es Rindfleisch.




















