Heute wird es ein bisschen nostalgisch, gestern bin ich 44 Jahre alt geworden und habe deshalb beschlossen eine Neuauflage der berühmten Torte aus meiner Geburtsstadt Paysandú in Uruguay zu zeigen. Postre chajá ist eine Torte, die Vanillebiskuitböden, Pfirsiche, geschlagene Sahne, die Karamellcreme dulce de leche und Baiser in sich vereint. Ja, das sind viele Komponenten. Ja, das ist aufwändig, wenn man alles selbst macht. Diesmal beschloss ich nicht Pfirsiche aus der Dose herzunehmen, wie ich es in der alten Version gemacht habe, sondern mit richtig frischen und leckeren Sommer-Pfirsichen. Diese habe ich für die Füllung in Würfel geschnitten und in etwas Zucker und mit Vanilleextrakt aufgekocht und für die Deko oben in Scheiben. Dafür habe ich dann gekauftes Baiser und dulce de leche verwendet.
Auch wenn man meinen könnte, dass milanesa napolitana oder milanesa alla Napoli aus Italien stammt, so liegt der Ursprung in Buenos Aires, Argentinien. Der Legende nach soll der Koch José Napoli, der das Restaurant Napoli in Buenos Aires betrieb, ein Schnitzel, also eine „milanesa“ in den 1940ern zu dunkel angebraten haben. Um das zu vertuschen, kamen dann einfach Tomatensoße, Schinken und Köse obenauf und wurde dann so als neue Kreation dem wartenden Stammkunden serviert. Der Gast war begeistert, also gab es dann milanesa napolitana regelmäßig in seinem Restaurant und eroberte nach und nach ganz Argentinien. Mittlerweile ist dieses Schnitzel weltweit bekannt und der ganze Stolz der Argentinier.
Heute gibt es ein Schichtdessert namens polvito uruguayo, das eigentlich aus Uruguay stammt, aber lustigerweise auf Gran Canaria berühmt geworden ist. Normalerweise ist es ja genau umgedreht, viele Gerichte und Desserts aus Spanien sind mittlerweile in ganz Lateinamerika beliebt, wie zum Beispiel die Eierspeise flan, die Doppelkekse mit Karamellfüllung namens alfajores oder die gefüllten Teigtaschen mit Namen empanadas. Oft wurden die Zutaten angepasst, statt Quitten für die Quittenpaste dulce de membrillo nimmt man in Kolumbien einfach Guave her. Umso spannender finde ich, dass hier mal eine uruguayische Einwanderin auf Las Palmas einem uruguayischen Dessert zu Ruhm verhalf und es mittlerweile als Standarddessert auf der Insel gilt. Die Bestandteile sind schnell erklärt, eine Schicht kleingekrümelte Kekse (wer mag, kann diese noch mit etwas geschmolzener Butter vermischen), geschlagene Sahne, Baiser und die Karamellcreme dulce de leche werden hier aufeinandergeschichtet. Simpel, einfach und lecker. Aber Achtung, eine Kalorienbombe ist es definitiv.
Dieses Dessert aus Argentinien ist ein gehaltvolles Schichtdessert, es ähnelt ein bisschen Tiramisu, aber wird ohne Mascarpone oder rohem Ei zubereitet. Stattdessen gibt es hier Löffelbiskuit, eine Schicht Karamellcreme namens dulce de leche, Puddingcreme und Sahne. Natürlich werden die Löffelbiskuit in einem Sirup mit Alkohol getränkt, wodurch der Name herkommt. Dazu stellt man einen einfachen Sirup her und mischt den Alkohol im Anschluss unter. Wenn man möchte, kann man den Alkohol auch direkt mit aufkochen, dann verfliegt er beim Kochvorgang. Alternativ kann man natürlich auch mit anderen Zutaten ersetzen, wie zum Beispiel Milch. Achtung, hiervon kann man nur ein kleines Stückchen essen, es ist sehr gehaltvoll.
Pionono aus Argentinien oder Uruguay ist ein populäres Rezept zu Silvester, wenn man Fingerfood braucht. Halt dich fest, wir machen eine Biskuitrolle, aber füllen sie mit herzhaften Zutaten. Ich weiß, ich weiß, das klingt für deutsche Ohren erst einmal seltsam. Aber wenn man Brioche, was auch Zucker enthält, für Sandwiches hernehmen kann, dann geht doch aus sowas, oder? Ich musste mich auch erst einmal überwinden, aber als ich mich dran gewöhnt habe, muss ich sagen: mega lecker und viel schneller zu machen als jedes Brot, Biskuit kann ich mittlerweile im Schlaf. Ich hab hier extra das Rezpt genommen, das auch Anfängern gut gelingt.
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Aus Argentinien habe ich wieder Doppelkekse mitgebracht, diesmal aus Cordoba. Sie heißen auf Spanisch alfajores cordobeses. Charakteristisch ist hierfür ein sehr mürber Keks, der mit einem Anteil Speisestärke zubereitet wird, um dann mit Quittenpaste oder dulce de membrillo gefüllt zu werden. Der Doppelkeks wird dann noch in Puderzuckerglasur getunkt. So lecker!
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Quittenbrot ist wohl eines der altmodischsten Konfekte oder Plätzchen, die es gibt. Wir machen es hier nach einem ganz altem Rezept, was bedeutet, dass wir keinen Gelierzucker verwenden, sondern einfach nur regulären Zucker. Auch wenn Quitten einen relativ hohen Anteil an Pektin haben, so dauert, wie es bei alten Rezept oft der Fall ist, die Zubereitung ihre Zeit. Zunächst müssen wir die Quitten weichkochen, bevor wir sie überhaupt mit Zucker aufkochen können. Dann ziehen sie am besten 24 Stunden im Zucker bevor wir sie dann ca. eine bis anderthalb Stunden einköcheln. Auch wenn man nicht sonderlich viel machen muss, so dauert es außerdem nochmals ein paar Tage bis sie luftgetrocknet ist. Zeit braucht man hier also viel, auch wenn man nicht viel aktiv dabei sein muss. Das ist also nichts für Eilige. Ich persönlich liebe Quittenbrot total. Zu all den Plätzchen ist es ein wunderbarer Kontrast. Wann immer ich eine Plätzchendose mit Quittenbrot verschenkt habe, war immer die erste Frage, was das ist, weil so lecker.
Argentinische Medialunas, also wortwörtlich Halbmonde, sind eine Art Cousin des französischen Croissants oder des italienischen Cornettos. Jedoch sparen wir uns die extra Lage Butter, die wir dann umständlich einarbeiten müssen, sondern geben sie direkt dem Teig zu. Auch falten wir den Teig nur eine Runde, sodass diese Hörnchen im Vergleich zu echten Croissants viel schneller im Ofen sind. Aber Achtung, wie immer bei Hefeteig, braucht es aufgrund der Gehzeiten seine Zeit bis man in so ein Hörnchen beißen kann! Die Wartezeit lohnt sich aber, so ein Hörnchen ist echt schnell verputzt, kaum hat man geguckt, hat man gleich drei verdrückt…
Ich habe es schon oft gesagt und wiederhole mich, aber meine Lieblingskekse aus meinem Geburtsland Uruguay sind die sogenannten alfajores marpatenses. Das sind Schoko-Doppelkese mit Karamell bzw. Dulce-de-leche-Füllung. Ich sag dir, ein Träumchen. Natürlich gibt es schon ein Rezept auf dem Blog, wie könnte es anders sein, aber ich habe mir gedacht, diesmal will ich ein neues Rezept ausprobieren. Dieses Rezept folgt zu 100% dem Rezept von Isabel Vermal, einer argentinischen Konditorin. Hauptunterschied zum vorherigen Rezept ist der Teig, bei ihr noch mürber und mit einem höheren Mehlanteil. Ich persönlich war mega begeistert, vielleicht hast du auch Lust.
Hast du schon mal was von „alfajores“ gehört? Alfajores sind Doppelkekse, die eigentlich immer mit der Karamellcreme namens dulce de leche gefüllt sind. Ursprünglich aus Andalusien, Spanien, sind diese Kekse insbesondere in Argentinien und Uruguay mittlerweile extrem beliebt. Angeblich sollen im Jahr 2023 pro Tag (!) in Argentinien 10 Millionen verkauft worden sein. Das „Original“ in Argentinien wird eigentlich mit einem ziemlich hohen Anteil an Speisestärke zubereitet, wodurch der Teig wunderbar mürbe wird, heute stelle ich jedoch die Variante mit Mandeln vor, Mandeln sowohl im Teig als auch außen. Beim klassischen Alfajor wird der Keksrand normalerweise in Kokosflocken gerollt, hier machen wir das mit grob gehackten Mandeln.


















