Brot, es gibt endlich wieder Brot auf dem Blog und zwar ist World Bread Day, was Zorra als Anlass genommen hat uns zum Brot backen zu animieren. Dazu hat mein Mann diesmal rustikales Landbrot mitgebracht. Ich habe es zwar schon öfter hier erzählt, aber jetzt noch einmal für alle: mein Mann ist nämlich der unangefochtene Brotbäcker in unserer Familie. Das Bäcker-Gen wurde ihm bereits in die Wiege gelegt, sein Großvater war der einzige Backmeister in seinem Dorf und versorgte die komplette Dorfgemeinschaft mit Broten und Kuchen. Mittlerweile bäckt mein Mann unser gesamtes Brotsortiment und ist ein deutlich besserer Brotbäcker als ich. Aus dem Grund gibt es auf meinem Blog auch nicht so sehr viele Brotrezepte, dänische Joghurtbrötchen, ein einfaches Sauerteigbrot und ein italienisches Brot mit Weizengrieß und Olivenöl haben es aber doch noch geschafft hier veröffentlicht zu werden. Denn schließlich habe ich den Anspruch, dass die veröffentlichten Rezepte von mir gebacken und getestet wurden.
Super saftige Nussecken wie bei Oma, die gibt es heute hier! Darf ich mich outen? Mir war gar nicht klar, dass Nussecken offensichtlich in einigen Teilen Deutschlands zur Weihnachtsbäckerei gehören. Für mich sind Nussecken eine wundervolle Kindheitserinnerung, die ich das ganze Jahr über sehr gerne gegessen habe, egal, ob im Frühling, Herbst oder Winter. In jeder Bäckerei, ja sogar im Schulkiosk konnte man sie regelmäßig kaufen. Gefühlt habe ich sie mir ständig reingezogen.
Leute, ich lieeeeebe den Herbst, ich liebe das goldene Licht, die warmen Farben, das Rascheln vom Laub, es gibt einfach nichts, was ich nicht gemütlich und faszinierend finde, inklusive Regentage, an denen man super ein Buch in einer warmen Decke gekuschelt lesen kann. Dass ich den Herbst so liebe, merkt man daran, dass ich gefühlt drei Mal mehr Fotos mache als sonst, ich bin einfach immer so begeistert. Und weil ich den Herbst so liebe, dachte ich mir, Mensch, wie wäre es mit einem einfachen und gesunden Apfel-Blechkuchen in Picknickvariante?
Heute gibt es die deutsche Antwort auf amerikanische Pies: Strudel! Strudel mit Früchtefüllung. Bei diesem Pflaumenstrudel mit Zimtstreuseln konnte ich kaum gucken, da war er schon weg. Das liegt wahrscheinlich daran, dass bei Strudel der Anteil von Früchten im Verhältnis zu Teig einfach mal genial ist. Solltest du wie ich auf sehr fruchtige Kuchen stehen, dann solltest du dich mal an Strudelteig probieren.
Heute gibt es Buchteln mit Zwetschgenfüllung. Oder Rohrnudeln, Ofennudeln, Nudeln aus dem Rohr, Wuchteln, es gibt wohl ziemlich viele Namen für diesen fluffigen Hefeteig mit Fruchtfüllung. Als Zorra vom Blog Kochtopf und Sandra vom Blog From-Snuggs-Kitchen zum Synchronbacken aufriefen, wusste ich, dass ich unbedingt dabei sein wollte. Buchteln hatte ich bis dato nur ganz wenige gegessen, meine Oma war eher eine Freundin von Dampfnudeln mit herzhafter Füllung, die wir öfter zu Mittag serviert bekamen, aber süßer Hefeteig mit Fruchtfüllung klang viel zu gut als dass ich sie nicht mal selbst backen wollte, insbesondere, da mein kolumbianischer Mann gar nicht wusste wovon ich sprach und Zwetschgen und Pflaumen über alles liebt.
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Zur Aprikosenzeit gibt es Marillenknödel mit Topfen oder auf Deutsch auch Aprikosenknödel mit Quark genannt. Eigentlich ist es eine Schande, dass es erst drei weitere Aprikosenrezepte auf dem Blog gibt, da hab ich einmal diese leckeren Aprikostentaschen im Angebot, die weiterhin sehr beliebte Aprikosen-Tarte und den Aprikosen-Blechkuchen. Denn ich liebe Aprikosen, dieses Jahr habe ich schon fleißig Aprikosenmarmelade eingekocht mit Lavendel, ein leckeres Rezept dazu gibt es bei Cookie & Co. Vielleicht nehme ich diese Aprikosenmamelade auch wieder her, um damit Sachertorte einzustreichen. Da ist es wohl wenig überraschend, dass ich bei meiner Aprikosenliebe endlich auch mal Marillenknödel gemacht habe. Übrigens auch sehr zur Freude meines Mannes, der Knödel über alles liebt.
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Heute habe ich hammermäßig cremigen Käsekuchen mitgebracht, der mit ganz viel Erdbeeren daherkommt. Ihr wisst ja, ich liebe fruchtige Kuchen und da musste eben auch dieser Käsekuchen dran glauben und hat Erdbeeren verschrieben bekommen, so ganz kahl wollte ich nicht. Aber auch pur ist der Käsekuchen eine Wucht, er ist definitiv mein Lieblingskäsekuchen. Als ich dann ein wenig nachdachte, stellte ich fest, dass so gut wie alle hier vorgestellten Käsekuchen auf dem Blog mit Früchten kombiniert sind, tja, da bin ich wohl nicht von weg zu kriegen. Wenn du Käsekuchen liebst, kann ich dir diesen mit Heidelbeeren empfehlen (ohne Haushaltszucker), diesen mit Äpfeln und Karamell, japanischen Käsekuchen und diesen ohne backen mit Limette.
Hab ich schon erzählt, dass ich vor kurzem nach München gezogen bin? Grund genug mal endlich wieder ordentlichen Kaiserschmarren zu produzieren. Deshalb gibt es passend zum Osterbrunch ganz lecker fluffigen Kaiserschmarren mit Rhabarberkompott. Ich habe meinen ohne Rosinen gemacht, da scheiden sich ja die Geister, aber ich mag ihn lieber pur. Dazu gibt es aber ganz famosen Rhabarerkompott, der so wunderbar einfach zu machen ist und wunderbar zum süßen Schmarren harmoniert. Klassisch wäre ja Zwetschgenröster, aber im Frühling, so entschied ich, schmeckt so ein Rhabarberkompott ganz genauso gut, wenn nicht besser.
Ich habe mir überlegt, dass ich heute ein geliebtes Familienrezept einfach ein bisschen abwandle und eine leckere Rhabarber-Tarte mit Streuseln vorstelle. Das Rezept ist simpel: Mürbeteig, auf den kleingeschnittener Rhabarber kommt und obenauf Streusel. Fertig. Ich finde, die einfachen Rezepte sind oft die besten, findest du das auch?
Ich finde, Rezepte, die eine Geschichte haben, sind die besten. Das ist insbesondere bei diesen Heidesand-Plätzchen der Fall. Und deshalb ist es mir eine besondere Ehre sie hier heute vorzustellen. Das Rezept stammt von einer Frau P., die für ihre Enkelin eben diese Heidesand-Plätzchen liebevoll zubereitete, weil es die Lieblingskekse der Enkelin waren. Sie war wohl wieder zugange, als der bei ihr arbeitende Handwerker sie fragte, warum es so gut in ihrer Küche rieche, sie antwortete, weil sie gerade Heidesand-Plätzchen backe und steckte dem Handwerker gleich welche zu. Zu Hause erzählte er so begeistert von diesen leckeren Keksen, sodass die Freundin ihn beauftragte Frau P. um das Rezept zu bitten. Tags drauf erledigte ganz gewissenhaft der Freund den Auftrag, Frau P. freute sich sehr, schrieb das Rezept aus dem Gedächtnis nieder, tja, und dann nahm die Geschichte eine tragische Wendung. Denn Frau P. verstarb sehr bald danach. Aber überlieferte das Rezept für die Nachwelt, das von der Freundin und nun auch mir hoch in Ehren gehalten wird und einen besonderen Platz in der Rezeptesammlung findet.


















