Browsing Category

Coffee with Jenny

Kaffee-Date Nr. 10

Dreistöckige Hochzeitstorte mit Schoko-Drip

Ihr Lieben, dieses Coffee Date ist ein wenig anders als sonst. Ich dachte, ich zeige euch einfach einige Fotos von der zweiten Hochzeitstorte, die ich im August gebacken habe, und lasse euch an meinen Erkenntnissen teilhaben. Ich versuche es kurz zu halten. Wer mag, kann auch bei Instagram in den Highlights schauen wie ich diese Torte zubereitet habe.

Erkenntnis Nr. 1: Eine dreistöckige Hochzeitstorte zu backen ist nochmal deutlich aufwändiger als eine zweistöckige. Deshalb habe ich die Tortenböden in München vorgebacken und eingefroren. Die Hochzeit war nämlich 600km entfernt und das war mir einfach zu heikel eine dreistöckige Torte so weit komplett vorbereitet zu transportieren.

Die Tortenböden habe ich gut in Frischhaltefolie eingeschlagen und dann nochmal in eine Plastiktüte gewickelt

Erkenntnis Nr. 2: Kühlboxen sind mein neuer Liebling. Die eingefrorenen Böden wurden fast 7 1/2 Stunden  in der Kühlbox mit Kühlkissen transportiert und konnten ohne Probleme im Anschluss ins Gefrierfach. Yes!

Kühlbox im AutoJa, ich habe sie angeschnallt

Erkenntnis Nr. 3: Die Torte habe ich in einer Ferienwohnung fertig gestellt. D.h. ich habe mein ganzes Equipment mitgenommen inklusive KitchenAid und vor Ort die Cremes erstellt, sie gefüllt und gestapelt. Endlich ein leerer Kühlschrank, in der die drei Torten Platz hatten.

Drei Tortenböden kühlen im KühlschrankHier sieht man sie fertig mit Buttercreme eingestrichen im semi-naked Stil

Erkenntnis Nr. 4: Es gibt eine optische Täuschung bei hohen Hochzeitstorten, die untere Etage wirkt viel behäbiger und kleiner, obwohl sie höher ist als die anderen Etagen. Deshalb hatte sie einen Boden mehr als die anderen. Das sollte man unbedingt auch bei den Umrechnungen beachten!

30cm Torte im KühlschrankNur die unterste Torte von 30cm hatte 5 Böden, damit sie insgesamt etwas höher wurde als der Rest

Erkenntnis Nr. 5: Wenn die Braut zu Tränen gerührt ist, hat sich der ganze Aufwand gelohnt. Und der ist immens, ich schätze, dass ich ungefähr 20 Arbeitsstunden in diese Torte investiert habe, abgesehen von den vielen Stunden, wo ich recherchiert, Probetorten gebacken, Geschmacksrichtungen ausprobiert, mit Gelatine geübt habe und ähnliches.  Ich habe so viel Lob und Anerkennung bekommen. Dem Brautpaar war ganz wichtig, dass die Torte frisch und fruchtig schmeckt, auf keinen Fall zu schwer und butterlastig. Ich persönlich fand sie extrem frisch und fruchtig, auch viele Gäste haben mir das zurückgemeldet. Ach, ich bin immer noch ganz erleichtert und stolz. Das Bild zeigt die unterste Schicht als die Kaffeetafel noch nicht vorbei war, es wurde also sehr gut zugegriffen.

Reste einer HochzeitstorteDiesen Schnappschuss habe ich zwischendurch machen können, es ist fast nichts übrig geblieben

Wenn ihr noch mehr wissen möchtet oder gerne die Rezepte hättet, hinterlasst gerne einen Kommentar. Ich habe übrigens eine ganze Reihe zu dem Thema gemacht als ich die erste Hochzeitstorte gebacken habe:

Teil 1 Wie man eine Hochzeitstorte zu Hause backt

Teil 2 Wie man sich einen Zeitplan für die Hochzeitstorte erstellt

Teil 3 Alle Rezepte und Mengenangaben für die Hochzeitstorte

Teil 4 Wie man eine Hochzeitstorte transportiert und stapelt

Auf einen Kaffee, die neunte

Es ist schon eine Weile her, dass ich virtuell mit euch einen Kaffee getrunken habe. Das liegt einfach daran, dass so einige Dinge privat passiert sind und ich gar nicht dazu gekommen bin groß was hier zu schreiben. Zum einen sind wir innerhalb Münchens umgezogen und zum anderen hatte ich geplant davor eine OP.  Eigentlich sollten “nur” zwei Zysten an meinen Eierstöcken entfernt werden, aber dann wurde mir mitgeteilt, dass Verdacht auf Endometriose besteht. Endo – was? Ich weiß, bis vor kurzem wusste ich auch nicht, was das ist. Endometriose ist eine chronische Krankheit der Frau. Gebärmutterschleimhaut bildet sich an Stellen im Bauch- und Beckenraum, wo sie das nicht soll und verursacht Schmerzen. Schmerzen ganz unterschiedlicher Couleur, am häufigsten anzutreffen sind extreme Regelschmerzen, bei denen die Betroffenen gar ohnmächtig werden, sich übergeben müssen und Schmerzmittel mit der Zeit nicht mehr wirken. Irgendwann gehen diese Schmerzen auch über die Periode hinaus und können dauerhaft jeden einzelnen Tag auftreten.

Davon bin ich bisher zwar noch weitesgehend verschont worden, auch wenn ich mich noch gut an eine Germanistik-Vorlesung an der Uni erinnere, bei der ich vor 600 Studierenden zusammenklappte, da ich so starke Regelschmerzen hatte und der Professor mich ratlos nach Hause schickte. Mir ist bis heute ein Rätsel wie ich es schaffte die richtige Straßenbahn zu nehmen und irgendwie in meiner WG anzukommen. So extreme Regelschmerzen habe ich seitdem sehr selten erlebt. Aber dafür habe ich andere typische Symptome. Ein Symptom ist diese bleiernde Müdigkeit, die einen befällt, selbst wenn man viel geschlafen und ausreichend Sport gemacht hat. Jetzt, wo man den Begriff „Fatigue“ als Folge vom COVID-19-Virus kennt, kann man vielleicht besser nachvollziehen wie anstrengend und frustrierend so eine Dauermüdigkeit sein kann, die weit über eine normale Müdigkeit hinausgeht. Ich habe die Schuld bei mir gesucht, habe mich selbst angetrieben zu funktionieren, denn schließlich kann das doch nicht sein, dass man trotz ausreichender Bewegung und Schlaf sich ständig so erschöpft fühlt. Oft ist es so als wenn dann einfach der Schalter umgelegt wird und ich dann am liebsten schon um 20 Uhr ins Bett kriechen würde. Martina Liel, eine Betroffene, hat es ziemlich gut ausgedrückt, der Körper würde gerne in den hundertjährigen Dornröschenschlaf versetzt werden. Da kann ich nur nicken, genauso fühlt es sich an.

Weiter lesen…

Blog-Rückblick 2020

Hund vor dem Weihnachtsbaum

Das verrückte Jahr 2020 ist fast rum und ich finde, es ist an der Zeit ein Resümee zu ziehen und zu schauen, was so alles passiert ist. Ich mache hiermit mit bei der “Foodblogbilanz 2020” von  Feed me up before you go-go” mit und beantworte die acht Fragen zu meinem Blog unten.

1. Was war 2020 dein erfolgreichster Blogartikel?

Mit großem Abstand ist weiterhin der Brownie-Cookie das beliebteste, meist geklickte, meist bewertete (mehr als 300 Bewertungen mittlerweile) und gebackene Rezept. Ich kann es euch nicht verübeln, in diesem seltsamen Jahr 2020 habe auch ich Unmengen an Schokolade benötigt. Schokolade in Cookie-Form finde ich sowieso am allerbesten. Mittlerweile gibt es übrigens auch eine Version, die mit Sauerteig funktioniert. Falls auch ihr 2020 Sauerteig angesetzt habt und nicht so richtig wisst wohin mit den ganzen Resten, dann versucht doch mal Brownie-Cookies mit Sauerteig oder vegane Brownies mit Sauerteig.

Zartschmelzene Brownie-CookiesZartschmelzende Brownie-Cookies

Ich bin auch ganz stolz, dass es mittlerweile auch ein kurzes Rezeptvideo dazu gibt, siehe hier:

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Auf Platz 1 ist weiterhin die Vorstellungs meines Lieblings-Cafés in München, das “Wir machen Cupcakes”. War schon der erste Lockdown im Frühjahr ein harter Schlag für das Café, so hoffe ich einfach, dass auch dieser zweite Lockdown nicht das Aus bedeutet.  Wenn ihr euch auch darum sorgt, dass dein Lieblingscafé eventuell nicht durch diese Krise kommt, habe ich einen Tipp für euch. Sprecht die Besitzer an, fragt nach, holt euch Gutscheine, wenn sie Lieferservice anbieten, bestellt etwas!

Café Wir machen Cupcakes in MünchenAuf Platz 2 ist das Rezept für Pfeffernüsse, das ich von meiner Oma überliefert bekommen habe. Meine Oma war eine begnadete Bäckerin, die nie irgendwas abwog oder nachmessen musste. Bei ihr wurde nach Gefühl und Geschmack gebacken und herausgekommen sind immer die allerleckersten Köstlichkeiten. Auch wenn sie leider mittlerweile verstorben ist, so habe ich ihr handgeschriebenes Rezeptbuch vermacht bekommen, das ich natürlich hoch in Ehren halte. Auch wenn die meisten Rezepte eher kryptisch sind und Mengenangaben oder Backzeiten und -temperaturen fehlen, so habe ich immerhin schon erfolgreich ihren Apfelstrudel, Lebkuchen für Baumschmuck und eben die Pfeffernüsse erfolgreich nachbacken können.

Auf Platz 3 ist der Blogbeitrag zum Thema Plätzchendosen per Post zu verschicken, in dem es viele Tipps und Tricks gibt, sowie haufenweise Plätzchenrezepte. Ich selbst verschicke schon seit Jahren regelmäßig Cookies per Post, auch eine Sachertorte habe ich schon einige Male auf Reisen geschickt. Offensichtlich kam dieser Post bei euch ebenfalls gut an, denn gerade in diesem Jahr, wo wir weniger Freunde und Bekannte treffen, finde ich es wichtig trotzdem zu zeigen, dass wir an an unsere Lieben denken. Das lässt sich besonders gut mit einer Dose voll mit liebevoll gebackenen Keksen oder Plätzchen. Und ja, auch bis nach Südamerika haben es schon Plätzchendosen bei mir geschafft. Und nur mal so nebenbei, Cookies kann man das ganze Jahr über verschicken, nicht unbedingt nur zur Weihnachtszeit. Finde ich persönlich fast noch besser.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Volker von volkermampft hat eine Blogaktion ins Leben gerufen, bei dem einem ein anderer Foodblogger zugelost wird und man dann ein Rezept aussuchen darf, das man dann nachkocht oder backt. Ein immenser organisatorischer Aufwand, aber wunderbar, um andere Blogs und Menschen kennenzulernen. Ich durfte dabei schon drei verschiedene Blogs vorstellen. Gestartet mit einem Rotkäppchentorte-Rezept von Brot und Rosen, gefolgt von Grießknödel mit Pflaumen von Esskalation, dann Quittenpaste von Blog Corum und noch ziemlich frisch Parfait mit Cranberry-Soße von Barbaras Spielwiese. Ich hoffe, dass Volker das noch lange organisiert und freue mich schon weitere Blogs kennenzulernen.

Dann muss ich natürlich Zorra vom Kochtopf erwähnen, die ständig und immer wieder Blogveranstaltungen organisiert. Hut ab dafür, ich weiß was das für ein Aufwand ist. Besonders toll finde ich das Synchronbacken, bei dem alle parallel zu Hause ein vorgegebenes Rezept nachbacken. Viele der Rezepte finden sich bei mir in der Frühstücks- und Brotkategorie.

Und ein Blogartikel, den ich sehr inspririerend fand, war die Zusammenfassung der Hochzeitsvorbereitungen von Mara vom Blog Life is full of goodies. Es ist ein sehr langer Artikel, das nur als Vorwarnung, aber vielleicht hat er mich deshalb so stark angesprochen, weil ich 2021 hoffentlich auch Hochzeitstorten backen darf. Nicht für meine eigene Hochzeit, nein, die ist schon mehr als zehn Jahre her, sondern für liebe Freunde und Verwandte. Mir vorzustellen, dass ich als Braut neben der Hochzeitstorte auch noch Deko und allerlei andere Sachen so wie Mara zu produzieren hötte, ich wäre vor Stress wahrscheinlich eingegangen. Es ist einfach krass, was Mara da auf die Beine gestellt hat.

4. Welches der Rezepte, die du 2020 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Lustigerweise ist es das Rezept, das bei den Lesern auf Platz 2 ist,  dasjenige, das ich am meisten selbst gebacken habe. Es ist die Schoko-Himbeertorte. Wie ich oben schon schrieb, habe ich 2020 viel Schokolade benötigt. Die Kombi Himbeer mit Schoko finde ich persönlich sowieso ein Traumpaar und so musste ich dazu eine Torte kreiern. Offensichtlich finden meine Leser diese Kombi auch umwerfend lecker, denn es gab einen riesigen Anstrum auf das Rezept. So musste ich die Torte einfach mehrere Male backen, um ganz sicher zu sein, dass alles passt und habe auch hier nach einiger Zeit ein Rezeptvideo gedreht. Sogar eine Auftragstorte habe ich gebacken, bei der dieses Rezept die Grundlage wurde.

Saftige Himbeer-Schoko-Torte

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2020 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Wenn man einen Blog betreibt, gibt es immer viele Baustellen und immer irgendwas zu lernen, es auf nur ein Problem einzugrenzen, finde ich schwierig. Aber ein Punkt war definitiv das Thema Backkurse. Ich hatte eigentlich schon viel länger vor Backkurse anzubieten, doch erst kam der Umzug von Hamburg nach München dazwischen, dann kam Corona. So blieb das Thema lange liegen. Aber immerhin habe ich es dann endlich zu Ende des Jahres geschafft zumindest einmal einen virtuellen Backkurs anzubieten, bei dem ich mit insgesamt 14 Teilnehmern, die teilweise auch die Kinder dabei hatten, gemeinsam Weihnachtsplätzchen gebacken habe. Das hat richtig Spaß gemacht und mir wieder gezeigt, dass ich gerne anderen etwas beibringe. Wenn man schon so lange backt wie ich, kann man manchmal die Anfängerfehler vergessen, das was eine gute Erinnerung und hat mich inspiriert das nochmal konkreter 2021 anzugehen.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Hm, als ob man ständig Neuentdeckungen macht, besonders 2020 eher schwierig umzusetzen, wenn man gefühlt die ganze Zeit zu Hause ist und eben nicht fremde Welten auf Reisen erkunden kann. Ich habe mich auch standhaft geweigert Bananenbrot oder Dalgona-Kaffee auf dem Blog zu veröffentlichen, weil ich die Ergebnisse irgendwie nicht ganz so begeisternd fand. Aber trotz dieser Einschränkungen kann ich sagen, dass ich definitiv etwas neu entdeckt habe. Neu für mich war auf jeden Fall die Videowelt, ich habe im Corona-Jahr angefangen zu Kurzarbeitszeiten Rezeptvideos zu Hause zu drehen. Es gibt nun eine eigene Rezeptvideos-Kategorie auf dem Blog, da werden sicher noch ein paar mehr dazukommen. Videos sind auf jeden Fall sehr spannend und es macht irre Spaß, auch wenn ich besonders bei aufwändigeren Torten danach total kaputt bin, weil es auch sehr anstrengend ist.  Es ist unfassbar wie viele Stunden Zeit in einem einminütigen Rezeptvideo stecken, nicht nur das Drehen dauert eine halbe Ewigkeit, sondern natürlich auch das Schneiden usw.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf deinen Blog gekommen sind?

Das ist ganz frisch aus dem Dezember und die Suchanfrage lautete “Weihnachtskekse für Frauen”. Da hab ich dann angefangen zu rätseln wie sich wohl Weihnachtskekse für Frauen von Weihnachtskeksen für Männer unterscheiden. Für mich ist ganz klar ein “Frauenkeks” der oben bereits genannte Brownie-Cookie, denn Schokolade hilft so gut wie immer. Grad auch bei Frauen-Problemen.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2021?

Dass sich die Leser wieder mehr trauen ihre Fragen als Kommentar unter die einzelnen Beiträge zu schreiben. Was bei Pinterest und Instagram wunderbar klappt, ist irgendwie leider beim Bloggen abhanden gekommen. Es trauen sich kaum mehr welche konkrete Fragen zum Rezept zu schreiben oder berichten vom Ergebnis. So schade, dabei ist es doch nur hilfreich, wenn anderen später sehen können was es für Probleme gab und wie man diesen begegnen kann.

Jenny von Jenny is baking

Auf einen Kaffee, die achte

Kaffee im Bett

Schande über mein Haupt, dieses Jahr habe ich noch gar keinen Kaffee mit euch virtuell getrunken, dabei sind wir schon im letzten Quartal von 2020! Meine einzige Ausrede ist, dass der Corona-Virus dazwischen gekommen ist, was auch dazu geführt hat, dass mein Job eine andere Ausrichtung bekommen hat und ich viel zu tun hatte. Aber wie dem auch sei, das sollte mich ja nicht davon abhalten euch hier wieder ein wenig zu berichten, oder?

Weiter lesen…

Auf einen Kaffee, die siebte

Kaffee im Café

Puh, es ist schon viel zu lange her, dass ich mit dir virtuell einen Kaffee getrunken habe, gar nicht gut. Deshalb lade ich dich hiermit ein. Mach es dir gemütlich, schenke dir Tee oder Kaffee ein und lass uns ein wenig plaudern. Über den Winter, die kommende Adventszeit und was alles so in letzter Zeit passiert ist. Vielleicht hast du noch gar nicht mitbekommen, dass ich vor einem guten Dreivierteljahr von Hamburg nach München gezogen bin. So langsam bin ich in Süddeutschland angekommen, habe natürlich schon ein paar südliche Rezepte ausprobiert, wie zum Beispiel leckeren Kaiserschmarren, Aprikosenknödel oder österreichische Sachertorte. Natürlich gibt es auch Hamburger Franzbrötchen auf dem Blog, die vermisse ich wirklich sehr hier, Franzbrötchen aus Bayern schmecken einfach nicht so gut.

Kaiserschmarren mit Glühweinkirschen Weiter lesen…

Auf einen Kaffee, die sechste

[Unbezahlte Werbung, da Namensnennung]

Es ist mal wieder höchste Zeit virtuell einen Kaffee mit dir zu trinken! Ich liebe cold brew coffee, dazu einfach Kaffeebohnen ganz grob mahlen, in ein Tuch gewickelt einige Stunden in kaltem Wasser stehen lassen und dann mit etwas Milch und Eiswürfeln genießen, finde ich den perfekten Sommergenuss. Zumindest virtuell trinke ich so einen Kaffee heute mit dir und erzähle ein bisschen, was mich so beschäftigt. Und falls du wissen möchtest, welcher Cookie dort liegt, das ist mein Lieblingscookie, der allerbeste Chocolate-Chip-Cookie.

Weiter lesen…

Auf einen Kaffee, die fünfte

Während ich diese Zeilen schreibe, ist mein letzter Tag vom einmonatigen Urlaub, der Durchatempause, dem Zwischenstopp, wie auch immer man das nennen mag. Ich habe mir nämlich den kompletten März 2019 über frei genommen. Ein Luxus, ich weiß. Ich arbeite Vollzeit, dieser Backblog ist mein Hobby, der Ort, bei dem ich mich entspanne, nach der Arbeit und am Wochenende. Ich habe Vollzeit in Hamburg gearbeitet und werde hier ab morgen auch in München wieder arbeiten, aber ich brauchte ein bisschen Pause. So ein Umzug in eine Stadt, die 800km weiter weg ist, ist für die Seele nicht mal eben in ein paar Stunden bewerkstelligt, auch wenn man physisch schon vor Ort ist.

Natürlich bin ich ein bisschen wehmütig, wie kann es sein, dass ein Monat so schnell verfliegt? Wie kann es sein, dass ich gerade eben noch Wände weiß gestrichen habe in Hamburg, meine Nachfolgerin eingearbeitet, Abschiedsfeiern gehabt und nun geht es schon wieder los in einer anderen Stadt? So ganz kann ich es noch nicht glauben, es ist schon erschreckend wie schnell sich ein Tag füllt, gerade wenn man nicht arbeitet.

Meine Bilanz nach dem Monat?

  • Eher halbherzig angefangen mein Mittagessen zu kochen und am Ende sogar ein wenig Spaß dabei gehabt

Besonders gefallen hat es mir selber Pasta zu machen. Teig zu kneten und auzurollen, das ist mir vertraut und liegt mir, mehr als kochen an sich, ich bin und bleibe eben die Bäckerin im Hause. Irgendwie stresst mich das Kochen, zu viele Töpfe, die man gleichzeitig bedienen muss und um Aufmerksamkeit schreien, dann lieber schön nacheinander Schritt für Schritt und mit genauen Mengenangaben genau eine Schüssel im Blick haben. Deshalb gab es gefühlt eine Woche lang jeden Tag selbstgemachte Pasta zu Mittag, liebevoll von mir in schweißtreibender Arbeit hauchdünn ausgerollt. Tagliatelle, Lasagneplatten, alles, was man ohne Nudelmaschine machen kann, hab ich mir gekocht. Am leckersten fand ich am Ende Tagliatelle mit getrockneten Tomaten, Spinat und Walnüssen.

Tagliatelle mit getrockneten Tomaten, Spinat und Walnüssen

  • Von Pasta schöne Fotos machen zu wollen, ist schwerer als gedacht

Vielleicht auch, weil ich immer zu hungrig war, um ewig lange Fotos zu machen, schließlich wollte ich die Nudeln noch warm essen. Da sind Kuchen und Cupcakes doch wirklich dankbarere Abnehmer, in 90% der Fälle kann man so einen Kuchen ein bis zwei Stunden hin und herschieben und nichts passiert. Gut, dass ich einen Backblog habe, ich wäre wahrscheinlich sonst ein sehr grantiger Mensch.

Ein Foto von der Herstellung der dreifach schokoladigen Muffins

  • Ich nahm mir vor jeden Tag Fotos zu machen, egal von was

Das war viel einfacher als gedacht. Pluspunkt, ich habe noch nie so viel Spaß beim Fotografieren gehabt wie in diesem Monat. Ich muss zugeben, Fotografie ist definitiv zu meiner neuen Leidenschaft geworden. Während backen mich entspannt und ein Ausgleich zum Stress ist, ist Fotografie viel eindeutiger ein künsterlisches Ventil. Backen ist dazu da, um anderen eine Freude zu machen, Fotografieren, anderen Schönheit zu zeigen, so sehe zumindest ich das. Unten sieht man ein Bild vom “Behind the Scenes” der Limettenschnittchen, die es hier auf dem Blog gibt.

  • In diesem einen Monat habe ich gebacken wie noch nie

Noch nie habe ich so viel und so dauerhaft gebacken wie im März 2019. Normalerweise backe ich nur freitags oder am Samstag, man will es ja nicht übertreiben, aber in diesem Monat hatte ich frei und wollte mich mit Dingen beschäftigen, die mir Spaß machen. Also habe ich ganz viel gebacken. Natürlich gab es eine große Kaffeetafel mit mehr als zehn Gästen. Dafür habe ich die unten abgebildete Erdbeer-Schokotorte erneut gebacken, sie hat großen Anklang gefunden und war binnen weniger Stunden komplett weg.

Erdbeer-Schokotorte

  • Natürlich hat das viele Backen auch bei mir seine Spuren hinterlassen, ich habe etwas zugelegt

Ein bisschen Angst habe ich ja, das hier in der Öffentlichkeit zu schreiben, aber es gibt kein Zurück. Mit meinen 1,77cm bin ich zwar eine ziemlich große Frau, die schon so einiges verträgt, aber bei so viel Backangebot muss auch ich kleinbeigeben, die Waage zeigt im Moment gefährlich viel an. Ich habe, wie so viele Frauen, auch schon so einige Diäten ausprobiert, natürlich bisher erfolglos. In diesem Monat habe ich deshalb auch das Buch “Ich nehm schon zu, wenn andere essen” von Nicole Staudinger (nein, ich werde nicht dafür bezahlt, dass ich das Buch hier nenne, das ist ganz allein auf meinem Mist gewachsen) gelesen und es hat mich inspiriert. Ich war noch nie ein Fan davon, bestimmtes Essen oder gar ganze Essenskategorien zu verdammen, das klappt einfach nicht. Wie Nicole kann und will ich einfach nicht mein Leben lang auf Kohlenhydrate oder Kuchen verzichten, dazu bin ich viel zu sehr ein Genussmensch. Aber ich habe bereits ziemlich gute Erfahrungen mit dem Interfallfasten gemacht. Ich möchte mit der etwas sanfteren Variante einsteigen, bei der man in einem Zeitfenster von zehn Stunden essen darf, was man möchte und den Rest der Zeit nichts außer Wasser zu sich nimmt. Das ist eine Art “Diät”, mit der ich gut leben kann. Keine Einschränkungen, kein Stress, keine bekloppten Ausreden, wenn man mit Freunden essen geht. Eigentlich soll man möglichst immer zur gleichen Zeit das Essensfenster beginnen, aber ich habe in der Vergangenheit durchaus das Fenster kurzerhand verschoben, wenn eine Party anstand oder aus welchen Gründen auch immer ich zu anderen Zeiten als normal essen wollte. Am Wochenende habe ich das sowieso nicht so streng gesehen und trotz allem habe ich zu der Zeit erfolgreich abgenommen und das Gewicht auch gehalten. Mal schauen wie es dieses Mal klappt. Jetzt ist es ja hier öffentlich und ihr seid meine Zeugen 😉

Jenny is baking KeksstempelOreos mit Keksstempel, das Rezept samt vielen Tipps zum Bestempeln von Keksen gibt es hier

Auf einen Kaffee, die vierte

coffee

Ich habe eine neue Kategorie bei mir ins Leben gerufen, bei der ich ein wenig persönlicher von mir erzähle. Ich lade dich sozusagen virtuell zu einem Kaffee mit mir ein. Wenn du die anderen Beiträge dazu lesen möchtest, gibt es hier den ersten, zweiten und dritten Bericht. Heute also Nr. 4. Denn es gibt tatsächlich was zu erzählen. Wir sind nämlich umgezogen. Vom schönen Hamburg nun also zurück nach München.

Ich stamme nicht aus München, aber auch Hamburg war nur temporär meine Heimat. Immer, wenn ich gefragt werde, wo ich herkomme, weiß ich nicht so recht wie ich anworten soll. Wenn ich zu faul bin, sage ich einfach aus der Nähe von Bielefeld, denn da habe ich die längste Zeit meines Lebens gewohnt. Aber wenn die Person hartnäckig ist, muss ich wohl meine Patchwork-Biografie auspacken. Geboren wurde ich in Uruguay, in Südamerika. Das ist auch der Grund, warum ich zum Beispiel meine Lieblingskekse aus Uruguay hier vorgestellt habe (Schoko und Karamell sage ich da nur) als auch die leckere Pfirsichtorte mit Baiser aus meiner Geburtsstadt.

Alfajores, die besten Kekse aus Uruguay

Weiter lesen…

Auf einen Kaffee, die dritte Runde

Ihr Lieben, ich war im Urlaub in San Francisco. Deshalb gibt es wieder virtuell einen Kaffee mit mir, weil ich euch ein wenig von meiner Reise erzählen möchte. Nicht unbedingt sehr strukturiert und wie bei Reisebloggern üblich mit zig Tipps, alles wohlgeordnet und am besten noch mit Googlemaps-Karten, nein, ich erzähle lieber bunte Geschichten wie sie gerade zu erzählen sind, weil das Leben genauso spontan und überraschend daherkommt wie diese Geschichten.

Reisen hat für mich etwas ungemein Kreatives. Es setzt Ideen frei, wenn ich von fremden Gerüchen umgeben bin, Sprachfetzen höre, die so ganz andere Melodien hervorbringen. Dann stolpert mein Gehirn urplötzlich über Sachen, die es sonst in der gewohnten Umgebung geflissentlich übersieht. Wie zum Beispiel Schilder. Mein Gehirn schrillte ganz laut als ich auf der Golden Gate Bridge meinen Fuß auf das unten gezeigte Schild setze. Huch, was ist denn da? Auf einmal gibt es keine geschlechtslosen Figuren, irgendwie abstrakt, nein, hier sieht man ein Mädchen mit Pferdeschwaz an der Hand einer männlichen Figur. Ich konnte mir da sofort was vorstellen, wie zum Beispiel ein kleines Mädchen namens Eva, dem von Opa Günther ein Eis versprochen wurde. Ich weiß, mein Gehirn hat eine sehr blühende Fantasie, aber es hat mich irgendwie berührt dieses Schild. Oder auch der Spruch “Listen to this wall” vom zweiten Bild. Ganz ehrlich? Sinn ergibt dieser Satz nicht wirklich für mich, soll ich mich wirklich an die Wand stellen und ihr lauschen? Ist das symbolisch gemeint, dass es dort einen Schuppen gibt, in den viele Musiker und Bands abgestiegen sind?  Seit wann muss man einer Wand lauschen, hält sie nicht etwas oder gibt es nicht auf ihr etwas zu sehen? Wieso gerade einer Wand lauschen, dieser Wand?

Weiter lesen…

Auf einen Kaffee mit Jenny die Zweite

Ich bin immer noch völlig überrascht, dass meine neue Kategorie “Auf einen Kaffee mit Jenny” bei euch so gut ankommt. Ihr wollt anscheinend wirklich mehr über mich wissen und nicht nur Rezepte sehen. Deshalb gibt es also den zweiten Beitrag, den ersten kannst du hier nachlesen. Ich habe mir gedacht, wieso nicht erst wieder mit einer Frage anfangen, die ich immer wieder höre. Die lautet:

Was ist dein Lieblingsrezept?

Und die kurze Antwort darauf lautet: es kommt ganz darauf an. Es kommt darauf an in welcher Jahreszeit wir uns befinden, welche Tageszeit gerade ist und ob ich gerade friere, mir schrecklich heiß ist, ich viel gedacht, gut oder schlecht geschlafen habe. Du merkst schon, es sind einfach viele Faktoren, die das bestimmen. Womit man mich sehr oft begeistern kann, sind Burger. Selbstgemachte Hamburger in allen Variationen. Mit Hamburgerbrötchen, die von meinem Mann gemacht wurden. Er ist nämlich unser Brotweltmeister. Sein Brioche wird einfach um Längen besser. Er hat es drauf. Deshalb gibt es auch wenige Brotrezepte auf meinem Blog, weil ich das Brotbacken lieber meinem Mann überlasse. Einmal habe ich dokumentiert wie er italienisches Brot mit Weizengrieß und Olivenöl gebacken hat, das kannst du hier nachlesen, inklusive Rezept. Falls ihr gerne das Briocherezept hier sehen wollt für die Burger-Buns, gebt mir gerne Bescheid, dann kann ich bestimmt meinen Mann überreden, dass ich wieder dokumentieren darf.

Und dann wird es schwierig, wenn es um das Backen geht. Da kann mich ein schlichter Chocolate-Chip-Cookie glücklich machen oder eine krasse Schokomousse-Kirschorte, die ich mir ausgedacht habe und die sogar den Hauptpreis bei einem Backwettbewerb gewann.

Schoko-Mousse-KirschtorteSchoko-Mousse-Kirschtorte, die einen Backpreis gewann

Weiter lesen…